EeePC 900a als Jitsi-Client

Ich weiß nicht, wie das bei anderen ist, aber bei mir sammelt sich im Keller immer alte Hardware an. Meine und die der restlichen Familie. Meist funktionieren alte Laptops oder die eine kurze Zeit so beliebten Netbooks ja noch – werden nur zu langsam. So habe ich hier auch eine Handvoll Asus EeePC rumliegen. Den 900a habe ich damals sehr gerne genutzt! Wann ich ihn genau gekauft habe, aber der Vorgänger in meinem Fundus, ein EeePC 4G, kam im November 2008 hier ins Haus. Aber schon knapp einen Monat später war mir dessen Auflösung zu gering und ich habe ihn zugunsten des 900a wieder verkauft. An den lieben Computergucky übrigens – auch keine schöne Geschichte.

EeePC 900a mit Cloudready und Jitsi
Wie dem auch sei, der EeePC ist also schon knapp 11 Jahre mehr oder weniger lauffähig. Nach dem original Linux-Irgendwas, über Kubuntu, Windows XP und Windows 7 habe ich sogar mal Windows 10 versucht. Das klappte aber nicht mehr und auch aktuellere Linux waren mir nicht nach der Mütze auf dem Ding. Bis ich dann mal CloudReady von Neverware ausprobiert habe. Damit macht man aus einem herkömmlichen Rechner, Laptop oder Netbook per ChromeOS quasi ein Chromebook. Das funktioniert überraschend gut. So steht z.B. das arschlangsame ThinkPad E325 mit CloudReady im Bastelkeller und dient dort als Musikzuspieler und Suchmaschine für Anleitungen bei Basteleien.

Und auf dem EeePC 900a läuft CloudReady eben auch ganz gut. Man muss schon mal eine Sekunde warten, wenn man irgendwas angeklickt hat, aber im Allgemeinen ist es erträglich. Und weil CloudReady das ChromeOS nutzt, ist auch der Chrome-Browser drauf. Damit läuft Jitsi für Videomeetings am Besten. Gleich mal ausprobiert und … lief auf Anhieb. Sehr schön. So kann man das kleine Ding irgendwo neben sich stellen und hat den eigentlichen Rechner für alles andere frei und muss den nicht zusätzlich mit der Videkonferenz belasten. Eventuell kann man so ein Ding auch einfach jemandem so hinstellen und dann darüber die aktuell auferlegte soziale Distanz überwinden. Ein Google-Account ist ja schnell eingerichtet und die Eingabe des Passwortes sollte auch ein nicht technik-affiner Mensch hinbekommen. Kann man jedenfalls genauso gut nutzungsfertig vorbereiten, wie ein altes Tablet.

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