Raucher


Ich rauche?

Ja, ich habe geraucht! Mit sieben Jahren machte ich meinen ersten Zug an einer Zigarette und mein Körper und mein Geist haben beim ersten Hauch von Teer auf der Zunge gemerkt, daß das nicht im Sinne des Erfinders ist.

Ganz ohne die Unterstützung von Seiten Dritter ist es mir also gelungen, nach nur zwei- drei Zügen zu erkennen, daß Rauchen so ziemlich das allerletzte ist, was ein Mensch auf dieser Welt tun sollte.

Seitdem begann mein Leidensweg.

An fast allen öffentlichen Plätzen trifft man auf die Spezies "Raucher". Und im Prinzip ist es überall unhöflich von diesen Rauchern, in Gegenwart von Nichtrauchern nicht ihre Sucht unter Kontrolle zu halten.

Daß Rauchen schädlich für den Körper ist, braucht nicht mehr ausdiskutiert zu werden. Das manche Folgen des Rauchens nicht sofort zu Tage treten, ist klar. Krebs kommt schleichend. Doch viele Menschen bekommen schon nach kurzer Zeit durch das Einatmen von Nikotin Kopfschmerzen. Zu letzterer Gruppe zähle ich mich.

Wie kann nun ein Raucher wissen, daß sein Rauch mir unangenehm ist? Gar nicht. Kann er wissen, daß ich es unangenehm finde oder gar Schmerzen dadurch habe? Nein, auch nicht. Sollte ich nun mit einem Schild um den Hals herumlaufen, auf dem steht, daß ich den Zigarettenrauch störend bis schmerzauslösend empfinde? Wohl kaum.

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Höflichkeit

Es ist doch wohl ein Leichtes, zumindest zu fragen, ob jemand der keine Zichte im Hals hat, nun zur Zeit nur nicht rauchen möchte oder Nichtraucher ist und es ihn womöglich stört, wenn geraucht wird. Warum nicht andersrum? – "Entschuldigung, stört es Sie, wenn ich nichts mache?" Nachricht ist angekommen!?

Leider ist mir seitdem von den weitaus meisten Rauchern mit denen ich zu tun hatte, in den allerwenigsten Fällen so ein Verhalten offenbart worden. Wie selbstverständlich wird da zum Glimmstengel gegriffen und es gibt große Augen, wenn man anmerkt, daß doch bitte auf das Rauchen verzichtet werden solle. Und selbst nach solch einer Aufforderung kommen immer noch gut die Hälfte aller Raucher dieser nicht nach.

Geh’ doch weg

Natürlich kann man es sich so leicht machen. Und natürlich gibt es einige Gegebenheiten, wo ich dieser Aufforderung nur zustimmen kann. In den meisten Kneipen, im Park oder z.B. in ausgewiesenen Raucherkinos werde ich sicher nicht von Rauchern verlangen, das Nikotin in der Schachtel zu lassen.

Aber in Restaurants oder am Arbeitsplatz, wenn viele Menschen dicht beieinander sind, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit Rücksicht zu nehmen. Es geht mir nicht in den Kopf, wie "die Raucher" solche Territorien wie selbstverständlich mit ihren Marken abstecken und auf höfliche Bitten nur mit einem müden und gelangweilten Blick reagieren.

Und nein, bei so einer Gelegenheit will ich nicht weggehen, ich will vielleicht dort essen. Und warum sollte "der Raucher" mir vorschreiben, wo ich das zu tun habe. Warum muß ich als Nichtraucher resignieren und akzeptieren oder als der passive Part die Flucht vor den Störern ergreifen?

Also bitte liebe Raucher, nehmt Rücksicht. Von euch aus und nicht erst auf Nachfrage. Sucht ist kein Mittel zum Rechthaben und Genuß keine Rechtfertigung für Körperverletzung. Quarzt euch zu Hause die Bude voll, aber wo ihr auf andere Leute trefft, laßt die Luft sauber.

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