Mehrgeschossiges Parkhaus im Kurpark

Der Königshof ist verkauft worden und es wurden ganz große Pläne in der Zeitung vorgestellt. Dann hörte man erstmal nichts mehr, bis in der Neuen Westfälischen ein Artikel zu den Vorstellungen des neuen Eigentümers auftauchte.
NW vom 29.01.2019: Ohne Parkhaus läuft nichts
… „Ohne Parkhaus passiert nichts“, sagt Eigentümer Manuel Ersay. Auf 250 Stellplätze beziffert er seinen Bedarf. … Neben dem Haus befindet sich ein 1.500 Quadratmeter großes Parkdeck mit rund 50 Stellplätzen.

Die fünfzig Stellplätze sind auf zwei Etagen verteilt. Man kann sich nun ausrechnen, wie groß ein Parkhaus mit fünfmal so vielen Stellplätzen sein müsste. Wir erinnern uns: ein Kinderspielplatz, zehn Meter von dem geforderten Parkhaus entfernt, ist bereits der Todesstoß für unseren Kurpark. Ich frage mich, ob da auch nur irgendjemand in Verwaltung und Politik ernsthaft drüber nachdenkt in den Kurpark ein Parkhaus zu bauen.

Es sind ja nicht nur die Stellplätze an sich, diese Stellplätze müssen auch angefahren werden. Und wenn das nicht nur für Gäste des Hotels sein soll, dann haben wir mitten im Kurpark einen prima Platz für ausufernden Parksuchverkehr des motorisierten Individualverkehrs geschaffen. Fahrräder sind übrigens auch der Todesstoß für den Kurpark!

Elektrorikscha – als ich kurz damit fuhr, war ich über den Anzug arg überrascht!

In ziemlich genau 430 Metern fußläufiger Entfernung ist das wenig ausgelastete Parkhaus “Sültebusch”. Das Bahnhof liegt noch ein paar Schritte näher. Für den Preis einer so großen Parkpalette kann der Hotelbetreiber problemlos eine Elektrorikscha anschaffen und einen Shuttleservice für die Gäste anbieten, welche diese 400 Meter nicht mehr schaffen können. Hotels in anderen Städten haben übrigens in Innenstadtlage oft nur ein paar Dutzend Stellplätze – falls überhaupt – und verweisen ansonsten auf Parkhäuser in der Nähe. Ich bin da mit meinen Köfferchen schon deutlich weiter gelaufen.

Falls die Politik gefragt wird, gibt es von mir jedenfalls keine Stimme für 250 Stellplätze an der Stelle. Selbst wenn diese komplett in den Boden gebuddelt werden würden, bleibt immer noch der Verkehr den wir uns damit mitten in die Stadt holen. Und schon jetzt fahren Menschen mit Ihren Autos von unten durch die Fußgängerzone, um zur Straße “Am Kurpark” zu gelangen. Bad Oeynhausen scheint kein Interesse daran zu haben, das zu verhindern – angesprochen wurde es oft genug. Wenn dann noch großzügige Parkmöglichkeiten dort entstehen, sind die Dämme offen.

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