20 Cent für eine DE-Mail

heise-online: Post plant DE-Mail für 20 Cent
… 1&1-Vorstand Jan Oetjen sehe ihn aber eher um 15 Cent pro DE-Mail, es seien auch einstellige Cent-Beträge denkbar …
Ich mach’ mir gleich in die Hose vor lachen! 20 Cent? Moment, können auch 15 sein oder 8 oder 6 … Kalkulation Fehlanzeige. Kann es sein, dass dem Bürger da gerade mal wieder sehr deutlich gesagt wird: “Wir verarschen euch!”?

DE-Mail ist zum einen ein Produkt, dass niemand benötigt. Wenn man eine nicht mit vertretbarem Aufwand zu knackende Mail versenden möchte, dann gibt es dafür ausreichend Möglichkeiten. Natürlich auch für Behörden. Das ist dann zwar mit ein wenig Schulung und Wissen verbunden, aber ganz ehrlich: das sollte jemanden, der eine Bürotätigkeit verrichtet, nicht vor unüberwindbare Hürden stellen.

Zum anderen kostet eine Mail keine 20 Cent. Auch keine 6 oder 5 Cent. Auch die Infrastruktur dahinter kann diesen Preis nicht rechtfertigen. Dass es so ist, sieht man an den aufgerufenen Preisunterschieden. Hier wird tatsächlich wieder ein Goldesel gesucht – der hoffentlich verreckt.

Drittens: wenn ich irgendjemandem *nicht* die Verschlüsselung meiner Mails anvertrauen möchte, dann ist es die Post/Telekom/Staat!

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3 Kommentare zu „20 Cent für eine DE-Mail

  1. Naja… irgendwo habe ich gelesen, daß die auch anerkannt werden um Behörden zu schreiben.
    Kann ich zwar jetzt auch, aber nix sozusagen “unterschreiben”. Und wenn nix anderes zugelassen wird und man möchte es sich in der Hinsicht bequem machen, wird man zahlen müssen.
    Also du bist sozusagen amtlich erfasst… :mrgreen:

  2. @Gucky Darum geht es ja! Wer kontrolliert denn die “behördlichen” Mails? Ich möchte es in der Hand haben, mit welchem Key ich was verschlüssele. Und das ist das auch genauso so sicher – wenn nicht sicherer – als jedes DE-Mail. PGP zum Beispiel.

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