Flächen für neue Radinfrastruktur

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Nebenan auf Facebook wird (mal wieder) über gegenseitige Rücksichtnahme und Fehlverhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer philosophiert. Ich habe dort einen Kommentar hinterlassen, den ich hier auch ganz gut platziert sehe.


Natürlich gibt es unter den Fahrradfahrern den gleichen Anteil Vollpfosten, wie unter den Auto- oder Motorradfahrern. Alles andere wäre sehr merkwürdig.

Trotzdem muss man nun schauen, für welche Gruppe von Nicht-Vollpfosten in den letzten Jahrzehnten etwas getan wurde und welchen Nicht-Vollpfosten breite, glatte und immer neue Infrastruktur gebaut wurde.

Hinweis: für die Fahrradfahrenden war es nicht. Und das ist das Problem, welches wir jetzt haben. Möchte man gesonderte, sichere und benutzbare Infrastruktur für den Radverkehr, muss man die Fläche irgendwo her nehmen. Und es muss Verkehrsfläche sein, weil innerstädtisch den Kommunen sonst gar nichts zur Verfügung steht. Da kann man nun mal überlegen, welche Verkehrsart wohl etwas von der ihr zur Verfügung stehenden Fläche abgeben muss.

Alternativ besteht natürlich auch die Möglichkeit, den Mischverkehr weiter zu forcieren – das macht konkret bei uns auch Sinn, weil abseits der Hauptverbindungsstraßen eh fast überall schon 30 Km/h gilt. Dort muss dann eben *Rücksicht genommen werden*. Und zwar von denen, die mit 1,5 Tonnen Stahl um sich herum auf den gleichen Fahrbahnen unterwegs sind, wie Verkehrsteilnehmer ohne den Stahlmantel.

Was viele nämlich vergessen: der Stahl ist kein Zeichen dafür, dass man wichtiger, eiliger oder dringender ist.

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1 Kommentar zu „Flächen für neue Radinfrastruktur

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