Stellenwert des Fahrrades in Bad Oeynhausen

Für den Radtourenkalender des ADFC Minden-Lübbecke habe ich wieder einen kurzen Text geschrieben, den ich nach der Veröffentlichung des Heftchens nun auch hier online stelle.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle über die wenigen, dafür aber umso schlimmeren benutzungspflichtigen Radwege in Bad Oeynhausen schreiben. Zum Beispiel den an der Eidinghausener Straße, welcher beidseitig angelegt ist, direkt im Öffnungsbereich der Türen parkender KFZ, welche auf dem ohne Sicherheitsabstand neben dem Radweg befindlichen Parkbuchten stehen. Dieser Radweg wird seit Jahrzehnten nicht gepflegt und nur grobe Schlaglöcher werden provisorisch geflickt. Absackungen und hohe Kanten machen ein Befahren gefährlich.

Kanten in Längsrichtung auf der Werrebrücke an der Eidinghausener Straße

Die Abbrüche und Kanten sowohl quer als auch längs des Weges sind teilweise mehrer Zentimeter hoch und sorgen für gewaltige Schläge im Lenker der Fahrradfahrenden, so sie denn nicht jederzeit jedes Schlagloch auswendig kennen.

Nun wird ein längerer Abschnitt allerdings davon handeln, warum sich so wenig ändert. Seit etwas über zehn Jahren gibt es in Bad Oeynhausen die Stelle einer bzw. eines Fahrradbeauftragten und eigentlich sollte es dessen Aufgabe sein, solche Sachen im Auge zu behalten. So trat z.B. erst in 2018 die aktuelle Fahrradbeauftragte in Bad Oeynhausen ihre Stelle an, da ist sie auch schon wieder weg. Leider muss gesagt werden, dass man als Alltagsradfahrender in der Stadt auch nicht viel vom Wirken mitbekommen hat. Nun ist sie – genau wie ihre Vorgängerin – nach Herford gewechselt.

Auch quer zur Fahrtrichtung muss man gewaltig aufpassen!

Es war nur ein kurzes Gastspiel von knapp 1 1/2 Jahren. Seit elf Jahren haben sich drei Fahrradbeauftragte in Bad Oeynhausen in Teilzeit um den Radverkehr gekümmert, zwei Jahre war die Stelle in dem Zeitraum unbesetzt. Leider ist es für die Umsetzung beschlossener Konzepte und die alltägliche Pflege der Radwege äußerst unglücklich, wenn keine längerfristige Beschäftigung mit dem Thema möglich ist und immer wieder “von vorn” begonnen wird. So präsentiert sich dann leider auch – wie oben zu sehen – der Alltagsradverkehr in Bad Oeynhausen. Marode benutzungspflichtige Radwege, buntes Pflaster anstelle vernünftiger Infrastruktur, immer noch kein durchgängiges Radverkehrsnetz und mangelhafte Kommunikation in der Öffentlichkeit. Es ist viel zu tun.

Mit einer sehr zurückhaltenden Meinung hinsichtlich des Stellenwertes des Fahrrades in Bad Oeynhausen liegt man derzeit augenscheinlich sehr richtig. Es könnte hier sehr viel mehr gemacht und geschafft werden. Man muss es nur wollen! Daran scheint es zu hapern.

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