Radwegschäden an der Eidinghausener Straße

Gestern bin ich auf dem Weg aus dem Büro nach Hause arg ins Straucheln gekommen, weil der benutzungspflichtige Radweg an der Eidinghausener Straße in dem Zustand ist, in dem er nun mal seit Jahrzehnten ist. Und geändert wird daran bekanntermaßen gar nichts. Ich habe darum eine Mail an die Verwaltung geschickt.

Hochstehender Trenner zwischen Geh- und Radwegteil


Hallo XXXXXXX,
hallo XXXXXXX,

die Radwege der Eidinghausener Straße sind seit über einem Jahrzehnt nicht saniert worden. Ich sage das nicht erst seit heute. “Sicher” ist an den Dingern schon lange gar nichts mehr. Im Dunklen benutze ich dort nur noch die Fahrbahn – alles andere ist mir zu gefährlich.

Gestern bin ich dann tatsächlich auch im Hellen fast auf die Nase gegangen. Direkt hinter der Einmündung der Max-Reger-Straße steht ein Kantstein zwischen asphaltiertem Radwegteil und den Gehwegplatten einige Zentimeter hoch. Wenn man die Max-Reger-Straße quert und dabei ein wenig nach rechts ausschert, um sich nicht aufgrund der riesigen Pfützen an der Auffahrt auf den Radweg einzusauen, dann fährt man in flachem Winkel genau über diese Kante. Ich konnte mich gerade noch so halten. Dort hat offensichtlich eine Baumwurzel den Belag hochgedrückt.

Der Herbst kommt, die herunter gefallenen Blätter liegen erfahrungsgemäß bis zum Winter auf dem Radweg und dann kann man die Schäden nicht einmal mehr sehen.

Wann wird an der Eidinghausener endlich etwas getan? Eine Benutzungspflicht darf nur angeordnet werden, wenn sie der Sicherheit der Radfahrenden dient. An dieser Straße ist exakt das Gegenteil der Fall. Entweder die Mängel – nicht nur an dieser Stelle – werden beseitigt, oder die Benutzungspflicht muss aufgehoben werden. Die in den Verwaltungsvorschriften geforderte Zumutbarkeit – von der Mindestbreite mal abgesehen – ist nicht gegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Edler

Ich habe auch am selben Tag noch eine freundliche Mail erhalten, in welcher auf die Zuständigkeit von Straßen-NRW und die regelmäßige Beanstandung der Zustände durch die Verwaltung hingewiesen wurde. Auch die Verkehrssicherheit wurde erwähnt und dass man solche Schäden natürlich beseitigt.

Allein: mein Eindruck ist halt ein anderer. Und leider nicht nur meiner. Der Radweg ist nicht sicher, er ist nicht breit genug, es parken ohne Sicherheitsabstand Autos direkt daneben, ca. alle 5 Meter ist eine Haus- oder Geschäftseinfahrt. Auf der Eidinghausener Straße ist abseits der Stoßzeiten morgens zum Schulanfang und zum Feierabend hin recht wenig los. Schwerlastverkehr findet seit Jahren nicht mehr statt, da es eine Tonnagebegrenzung für die Flutmuldenbrücke gibt.

Trotzdem hält die Verwaltung an der Benutzungspflicht fest. Fahrradfreundliches Bad Oeynhausen …

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3 Kommentare zu “Radwegschäden an der Eidinghausener Straße
  1. Löhner sagt:

    Ich würde mal dezent nachfragen, wer denn die zuständige Straßenverkehrsbehörde für die Anordnung der Benutzungspflicht ist.

    Ich verrate nur so viel: Das wird nicht der Landesstraßenbaubetrieb sein, wie die Stadt fälschlicher Weise andeutet.

    Der Radweg wäre aufgrund der Parkplätze, Zufahren und Kreuzungen auch ohne bauliche Mängel nicht geeignet eine Benutzungspflicht anzuordnen. Zum Glück muss ich da eigentlich nie mit dem Rad lang.

    • Löhner sagt:

      Immer diese Tippfehler beim Spitznamen. Man, man … bitte um Korrektur. ;)

    • Andreas sagt:

      Mir ist wohl bewusst, wer für die Anordnung der Benutzungspflicht zuständig ist. Habe auch im Frühjahr nachgefragt, warum Bad Oeynhausen immer noch daran festhält. Die Verwaltung versteckt sich leider hinter der Polizei, die meiner Meinung nach den Radverkehr nur als Übel und nicht als normale Verkehrsteilnehmer wahrnimmt. Die Polizei möchte hier keine Aufhebung der Benutzungspflicht und obwohl die Verwaltung aussagegemäß meine Meinung teilt – sagte zumindest der ehemalige Fachbereichsleiter im Ausschuss – folgt man dann der Empfehlung der Polizei. Die möchte allerdings nur, dass der motorisierte Verkehr möglichst schnell fließt – m.M.n..

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