Yamaha RX-V 775

Seit Juni 2006 stand der Yamaha RX-V 559 bei uns im Wohnzimmer. Damals löste er einen Sherwwod 6095 RDS ab, der während eines WM-Spiels den Geist aufgab. Mit dem Yamaha war ich – genau wie mit meinem ersten Stereoverstärker AX 570 – sehr zufrieden. Guter Klang, druckvoll und war schön zu bedienen. Allerdings hatte er keine HDMI-Eingänge und auch keinen Netzwerkanschluss.

Kurzentschlossen habe ich mir daher am Samstag einen großen Yamaha RX-V 775 bestellt – der tatsächlich heute schon geliefert wurde. Prima! Nach der Arbeit bei den Nachbarn abgeholt und gleich den Karton aufgeschnitten. Ist doch immer wieder schön, wenn man ein neues Spielzeug bekommt. Nachdem ich den Nachwuchs 1.0 nebst Kumpel von der X-Box vertrieben hatte, wurde das Fernsehregal von der Wand gezogen und gleich der Staubsauger geholt.

Was sammelt sich in dem Kabelverhau immer ein Dreck an! Ekelig. Muss das Ding aber von der Wand ziehen, damit ich die Strippen neu verlegen kann. Hatte ich bisher die HDMI-Kabel alle an den Fernseher gestöpselt und von dort nur den Ton per Koax-Kabel an den Verstärker geleitet, übernimmt nun der RX-V 775 die komplette Bildverteilung und der Fernseher dient nur noch als Monitor.

Danach habe ich die beiden Verstärker nebeneinander gestellt und die Kabel 1 zu 1 von dem alten in die enstprechenden Buchsen des Nachfolgers gestöpselt. Das klappte ganz fix. Stromanschlüsse musste ich allerdings verlegen, da der 775 keine Steckdosen hinten bietet. Ansonsten habe ich nur noch das Netzwerkkabel vom Bluray-Player abgezogen und dem Verstärker spendiert. Der Player kann auch per WLAN ins Netz, so dass das eine praktikable Vorgehensweise ist.

Und dann kam auch schon der große Moment: einschalten! Zack, das Hintergrundbild des Yamaha erschien. Äh, und dann? Bisschen auf den Knöpfchen rumgedrückt und der Sat-Receiver durfte Bild und Ton wiedergeben. Ein bisschen spielen später hatte ich auch die Netzwerkfunktionen entdeckt und die Lautsprechereinstellungen gefunden. Dabei kann man den Receiver sowohl per mitgelieferter Fernbedienung, per App auf dem Smartphone oder auch per Weboberfläche bedienen. Alles wird dabei per Einblendung auf dem Fernseher angezeigt.

Dabei ist weder die Weboberfläche noch die Anzeige auf dem Bildschirm besonders hübsch. Es reicht aber zum Bedienen. Ein klein bisschen entäuscht bin ich von der Napster-Integration. War eines der Features, wegen dem ich mich für den Yamaha-Receiver entschieden hatte. Ja, Napster funktioniert. Ja, es ist eine ergonomische Katastrophe! Was dafür wirklich einwandfrei funktioniert – und auch noch höchst simpel – ist das Streamen von Musik per Handy oder Laptop (Airfoil installieren!) auf den Yamaha. Wunderbar, kein Hakeln, kein Stottern, kein Rauschen. Das gefällt mir sehr gut. Und auf die Art und Weise kann Napster natürlich auch auf dem Laptop laufen und dann an den Receiver senden.

Mittels dem mitgelieferten Einmessmikrofon stellt sich der Receiver ganz allein auf den Raum ein und pegelt die angeschlossen Boxen korrekt ein. Ganz ehrlich, das scheint super zu funktionieren. Die Anlage klingt wesentlich aufgeräumter und breiter als vorher. Den Subwoofer würde ich zunächst etwas leise einschätzen, aber das warte ich mal ab. Aber die Staffelung von rechts nach links und hinten ist wesentlich besser, als beim 559er. Da dachte ich zwar auch, ich hätte in den Menus die Entfernungen und Pegel halbwegs ordentlich eingestellt, aber was der 775 hier automatisch gemessen hat, klingt deutlich angenehmer. Das hat sich gelohnt.

Mal schauen/hören, wie sich das entwickelt …

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2 Kommentare zu “Yamaha RX-V 775
  1. Herr D. sagt:

    Ich habe ja den Vorgänger V771 und ich bin ebenfalls sehr zufrieden!

    Jetzt warte ich sehnsüchtig auf neue Lautsprecher… bzw. auf das Geld für neue Lautsprecher ;)

  2. Cool, den Verstärker habe ich auch.

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