Trotz oder vielleicht gerade wegen?

Eben las ich in der Zeitung, die Grünen hätten in Umfragen trotz der Steuerpläne ihre Stimmen gehalten bzw. je nach Umfrage sogar noch größere Prozentzahlen erhalten. Süddeutsche: Grüne legen trotz Steuerplänen zu
… fanden zwei Drittel der Befragten die … angekündigte Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent für ein Jahreseinkommen von 80.000 Euro an gut …
Nun, mir scheint der Horizont des Autors womöglich ein wenig beschränkt angesichts der gewählten Formulierung. Warum “trotz”? Vielleicht haben sich die Umfrageergebnisse auch gerade wegen der Position der Grünen in Steuerfragen verbessert. Und dass mit steigendem Einkommen die Zustimmung zu den Plänen sinkt … ui, wer hätte es gedacht?!

Vielleicht sehen es aber doch mehr Menschen so, dass jemand der mehr Geld bekommt diese womöglich auch verdient – aber eben damit auch mehr zum Gemeinwohl beitragen soll. Allem dummen Gerede von “Leistung muss sich wieder lohnen!” der FDP zum Trotz. Natürlich soll und muss sich Leistung lohnen – dagegen spricht niemand. Ich bin nur der Meinung, dass jemand mit einem höheren Einkommen auch in der Lage ist, mehr zur Gemeinschaft beizutragen. Und ja, wir wären davon sogar auch betroffen.

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