Was war das früher spannend

Damals (und ich habe überlegt, hier auf die alten Galerien zu verlinken, aber die soll sich jeder selbst suchen ;-) habe ich schon alle Nase lang die Kamera drauf gehalten – oft sehr zum Unwillen der Abgelichteten. Und das war noch richtig “aufregend”. Weiß man denn, ob die Bilder nachts am Lagerfeuer mit der Compakt-Kamera was geworden sind? Oder der Schnappschuß aus der Hüfte?

Erstmal die 36 Bilder vollknipsen … nein, nicht jeden Scheiß. Soll ja auch ein “tolles” Motiv sein. Dann warten bis das Wochenende vorbei ist und zur Drogerie gehen und den Film abgeben. Von wegen Über-Nacht-Express! 3 bis 4 Tage warten und dann in den Tüten wühlen um die richtige Nummer zu finden – die natürlich komplett falsch einsortiert war oder gar ganz verschludert. Und dann … Mist … die Hälfte ist zu dunkel und man kann gerade noch so die roten Augen erkennen.

Heute ist dieses ganze, eine Woche dauernde Prozedere, zusammengedampft auf 2 Sekunden und selbst da feilscht man noch um die letzten Zehntel Auslöseverzögerung, bis man auf dem 2 1/2 Zoll Display sieht … Mist – zu dunkel, man kann gerade noch so die roten Augen erkennen. Das macht doch keinen Spaß mehr! Wo ist denn da die Romantik? Zack, “Wollen Sie wirklich löschen?” – Sicher, sonst hätte ich wohl kaum das Papierkorb Symbol angeklickt. Früher war das immer noch ‘ne längere Diskussion an der Kasse “Warum sollen wir denn das doofe Bild noch nehmen?” :-)

Da freue ich mich doch immer noch über die Plastikkamera in pastellblau, durchsichtig und giftgrün, die ich vor Jahren mal zum Geburtstag bekommen habe. Vier unscharfe Plastiklinsen, die leicht zeitverzögert auslösen. Da kann man sich sicher sein, dass es zu 98% echt nix wird … nicht mal mit einem 800 ASA Film. Aber manchmal hat man was zum Schmunzeln dabei. Und auf die Entwicklung kann ich auch wieder 3 Tage warten.

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