Fast 40% der Kontrollierten waren nicht angeschnallt und oder telefonierten

Aber die Fahrradfahrer … ! Standardantwort, wenn ich versuche über Sicherheit im Straßenverkehr zu sprechen. Klar, zwei Tonnen Blech durch die Gegend zu fahren und dabei telefonieren ist deutlich weniger gefährlich, als mit dem Fahrrad eine von drei roten Ampeln zu überfahren, die eine einzige Einmündung “sichern”. Ich fahre nicht bei rot, ich empfehle das niemandem, aber die Ampeln sind ausschließlich dazu da, den motorisierten Verkehr schnell fließen zu lassen und nicht Fahrradfahrende oder zu Fuß Gehende zu schützen.

Wie dem auch sei, die Polizei Herford hat kontrolliert – und zwar Autofahrende.

Aktion Ablenkung im Straßenverkehr- Kontrollen im Kreisgebiet
… Neben diversen Handyverstößen (36) wurden im Laufe des Tages bei der Kontrolle von ca. 100 Fahrzeugen noch 38 Verstöße der Anschnallpflicht festgestellt und vier Anzeigen wegen anderer Verkehrsdelikte gefertigt …

Das kann man ja mal super rechnen :-) Deutlich über ein Drittel der kontrollierten Fahrer*innen hatte das Smartphone am Ohr und fast vierzig(!) Prozent der Fahrer*innen hielten den Gurt für optional. Vier Prozent hat irgendwas anders falsch gemacht, das für eine Anzeige reichte. Die Anschnallgurte sind mir egal, damit schaden die Menschen höchstens sich selbst. Aber das mit dem Smartphone ist echt beschissen. Reicht es bei den enormen Kosten, die so ein KFZ verursacht, nicht mehr für eine Freisprechanlage? Die halbwegs aktuellen Fahrzeuge habe das doch sowieso schon im Radio, bei allen anderen kann es für zweistellige Beträge nachgerüstet werden. Genau durch solche Deppen sterben Menschen. Whatsapp bedienen, SMS schreiben, nicht auf die Fahrbahn und drumherum geschaut – zack – Fußgänger*in oder Radfahrer*in tot.

ABER DIE RADFAHRER … haltet einfach mal den Mund, mit dem “aber”. Danach kommt nur noch Geblabber, mit dem vom eigenen Fehlverhalten abgelenkt werden soll.

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4 Comments on “Fast 40% der Kontrollierten waren nicht angeschnallt und oder telefonierten

  1. Wenn die den ganzen Tag kontrolliert haben, werden es doch wohl mehr Fahrzeuge gewesen sein und sie haben 100 rausgewunken …

  2. Ohne jetzt pauschalisieren zu wollen, fällt mir nur auf, dass vorallem Sonntags bei gutem Wetter Radfahrer im Alter zwischen 30 und 70 Jahren mit dem blitzblanken höherwertigen Mittelmotor-E-Bike unterwegs sind, welche die Verkehrsregeln nicht so beherrschen, auf den Gehwegen oder links fahren, Vorfahrtregeln und rote Ampeln nicht kennen.
    Sind das vielleicht die ganzen Werktags-Autofahrer, die sonst immer sagen “Aber die Radfahrer, ,,,,,?”

    Ich wäre für mehr Fahrradkurse um den Radfahrern die Regularien der StVO und StVZO nahezulegen.

    • Die allermeisten Fahrradfahrenden haben – wie Du richtig bemerkst – einen Führerschein. Ja, die “Auch-Radfahrer”, die am Wochenende ihr Pedelec mit dem Auto zum nächsten schönen Flussradwanderweg karren, benehmen sich meist wenig rücksichtsvoll. Das liegt nicht an mangelnder Regelkunde, sondern am Charakter.

  3. Die Polizei kontrolliert nach Unfällen die handynutzung zu selten. Das sollte regulär geklärt wurden, ob zum Zeitpunkt des Unfalls telefoniert wurde oder gechattet wurde. So viele Unfall Meldungen bei denen der Unfall nicht plausibel erscheint. Aber durch Ablenkung durch Tippen sofort plausibel wird. Oft schreibt die Polizei von übersehen… Aber die haben gar nicht auf die Straße geschaut in vielen Fällem behaupte ich. Kürzlich soll ein Auto aus der Kurve geflogen sein. Diese Kurve lässt sich nur erahnen auf der Karte… Handy ist wohl die wahre Ursache.

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