Kurzfristigkeit von Terminen

Wir haben wirklich Glück in dieser Situation und können nicht meckern, was die Betreuung unserer Kinder angeht. Bei zehn Jahren Altersunterschied, haben wir uns den Babysitter selbst gebaut ;-). Von anderen habe ich deutlich unkomfortablere und schwierige Situationen geschildert bekommen. Wenn dann auch noch Termine “mitten in der Nacht” für Schüler gemacht werden, die knapp 12 Stunden später stattfinden, wird es bei dem ein oder anderen unter Umständen eng mit der organisierten Betreuung. Und ich denke, das muss nicht sein. Ich glaube, das ist meine erste Mail, die ich in den 11 Jahren als Vater eines Schülers geschrieben habe.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wahrscheinlich ist nach Monaten der Corona-Ausnahmesituation allen klar, dass es Einschränkungen und mitunter unbequeme Entscheidungen gibt. Allerdings sind nun eben auch schon etliche Wochen ins Land gegangen, so dass doch durchaus eine gewisse Routine in manchen Dingen eingetreten sein sollte. Dazu zählt m.E. nicht, dass Termine für Schüler sehr spät abends um 22:30 Uhr mitgeteilt werden, wenn diese dann knapp 12 Stunden später stattfinden!

Eltern müssen zur Zeit für Betreuung der Kinder sorgen. Wenn ein großes Kind auf sein kleineres Geschwister aufpassen kann, dann ist das ein Glück. Es führt allerdings auch dazu, dass man dann nicht die Notbetreuung in den Kindergärten in Anspruch nehmen darf. Da die Schule inzwischen entsprechende Schulpläne für das restliche Schuljahr aufgestellt und verteilt hat, konnten wir uns auf die Situation einstellen und entsprechende Regelungen treffen.

Ein Termin, welcher mitten in der Nacht an Schüler verteilt wird, haut das dann mitunter auch über den Haufen. Genau wie Sie, müssen auch andere Menschen arbeiten und Termine einhalten. Da dann einfach so mal eben zu verschwinden, um dem großen Nachwuchs einen zehnminütigen Termin am IKG zu ermöglichen, ist sicher nicht überall möglich.

Ich habe bisher wirklich so gut wie gar nicht an irgendwelchen Regelungen in dieser Zeit gekrittelt – eher im Gegenteil. Aber eine etwas vorausschauendere und zumindest nach außen überlegter und geplant wirkende Terminfindung ist sicher nicht nur den Eltern, sondern auch dem IKG hilfreich.

Ergänzend und damit ich keine weitere Mail schreibe: die aktuelle Praxis, Informationen an die Eltern per Mail zu verteilen ist gut. Dabei teilweise über 100 Adressen im TO:-Feld einer Mail anzugeben und nicht im BCC: ist sehr schlecht. Datenschutzrechtlich ein GAU. Bitte ändern Sie das.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Edler

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