Unzureichende Infrastruktur für den Radverkehr

Weil in Bad Oeynhausen an vielen Stellen einfach nicht an Fahrradfahrende gedacht wurde – auch immer noch nicht gedacht wird – passieren solche Unfälle:
Polizei Minden-Lübbecke vom 22.07.2019: Radfahrerin verletzt sich bei Alleinunfall schwer
… Kurz vor der Einmündung zu dieser beabsichtigte die Frau nach eigenen Angaben die Fahrbahn zu überqueren und auf den Bürgersteig zu fahren. Dabei kam das Fahrrad ins Rutschen, sodass die 53-Jährige zu Sturz kam und sich schwere Verletzungen zuzog …

Logo: Fahrrad

An der Stelle gibt es keine Fahrradinfrastruktur. Und wenn die Frau dort auf den Gehweg auffahren wollte, dann nur deshalb, weil man die Mindener Straße auf dem Fahrrad nur auf der Fahrbahn queren kann. Das ist für mich auch problemlos möglich, es muss bei vielen anderen im Kopf nur erst Klick machen, dass Asphalt nicht gefährlich ist.

Die Frau wollte also zur dortigen Ampelquerung, die aber so wie sie es gemacht hat, für Radfahrende gar nicht legal zu erreichen ist – ein übliches Problem. Die Absenkung an der Stelle ist wie fast überall in Bad Oeynhausen nicht eben, sondern mit einer Kante versehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Frau in einem ein bisschen zu spitzen Winkel darauf gefahren ist und daher wegrutschte. Das ist mir so schon ganz genauso passiert.

Einige Stellen habe ich daher auch schon vor Jahren und regelmäßig an die Verwaltung gemeldet. Aber das wird genauso regelmäßig ignoriert. Ein einziges Mal wurde eine verschlimmbesserte Absenkung tatsächlich ein wenig entschärft – ist aber immer noch viel zu hoch. Wenn man etwas für den Radverkehr und somit auch die Infrastruktur des MIV sowie das Klima tun möchte, dann sollte man hier ansetzen und es den Radfahrenden einfacher machen. Das hilft dann allen und ist nichts, wozu man Raketentechnik studiert haben müsste. Man muss nur einfach mal anfangen. Im Vergleich zu Maßnahmen für motorisierte Fahrzeuge kosten Verbesserungen für den Radverkehr nämlich nur einen Bruchteil.

Leider sind viele wichtige Maßnahmen zur Zeit “nicht priorisiert”, weil wahrscheinlich so ein Solegarten etwas wichtiger ist. Schade. Ich glaube die ganzen Klimaartikel der letzten Tage und Wochen waren von den meisten Protagonisten nicht mehr als Lippenbekenntnisse … zumindest was den Radverkehr angeht ist das meine Erfahrung der letzten mindestens 15 Jahre …

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