Feierabendrunde

Schon ewig keine Feierabendrunde mehr gedreht. Aber bei dem Wetter heute gab’s keine Entschuldigung. Habe Nachwuchs 1.0 zum Rasenmähen verdonnert, Nachwuchs 2.0 war auf Besuch bei einer Freundin und die Frau hat den vermackelten Rolladenkasten schon am Nachmittag gestrichen. Ich darf fahren :-) Habe mir das Sub 30 geschnappt und los. Auf dem Weg nach Dehme bin ich am Alten Postweg an einem kleinen Jungen vorbei gefahren, der sein BMX-Rad schob und offensichtlich einen Platten hatte.

Rad- und Fußgängerbrücke im Verlauf des Alten Postweg in Eidinghausen

Rad- und Fußgängerbrücke im Verlauf des Alten Postweg in Eidinghausen
Der Pfosten mitten im Weg ist wirklich dämlich. Außer dem Architekten wird sich darüber niemand freuen. Und der muss es ja nicht benutzen.

Als ich an der neuen Radbrücke über der Autobahn anhielt, um den bescheuerten zentralen Stützpfeiler zu fotografieren, hörte ich näher kommendes Gekeife. Der kleine Junge war in Begleitung eines älteren Kindes, welches ihn lautstark beschimpfte. Er wollte wohl zu einer Feier und hatte Zeitnot. Der Kleine solle doch entweder schneller laufen oder auf der Felge fahren. Als sie bei mir vorbei kamen, standen dem Jüngeren die Tränen in den Augen und der Ältere war kurz vor’m Ausrasten. Habe die beiden angesprochen, was denn los sei. Der Kleine durfte nicht alleine nach Hause schieben, der Ältere musste aufpassen und hatte es eilig. Das BMX-Rad war blank gebremst und der Reifen geplatzt. Pech. Ich habe dann erläutert, warum rumschimpfen und Kloppe androhen, falls man zu spät zur Fete kommt, eher blöd sind. Ich habe den Kleinen dann zur Mutter eines Freundes von ihm begleitet … waren nur ein paar hundert Meter … und der Ältere ist alleine nach Hause. Eigentlich auch nicht richtig, die kennen mich ja nicht, aber es taten mir beide irgendwie leid ;-) Die Mutter des Freundes war im Garten, kannte den Jungen offensichtlich und hat dann den Heimtransport (oder was auch immer) organisiert.

Danach bin ich dann zügig weiter, habe meinen vater auf dem Friedhof besucht, dort den Vater eines alten Schulfreundes getroffen, der das Grab seiner Frau besuchte und bin dann weiter zur Lohe rauf. An der Aqua Magica rief die Frau schon an und drängelte, weil sie Ausgang hatte und abgeholt werden würde – wo ich denn bleibe. Ja Herrgott, bin doch kein D-Zug! Und ich überlege immer noch, ob ich die beiden Jungs einfach zankend weiter hätte laufen lassen sollen …

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