Energiewende – aber wie?

Ich bin immer wieder überrascht, wenn zu diesem Thema diskutiert wird und bei den regenerativen Energien jedesmal erwähnt wird, dass diese so gewaltig bezuschusst werden und auf lange Sicht die Energiekosten zwingend steigen müssen (als wenn die schon mal gesunken wären). Für jede erzeugte Kilowattstunde Strom bekommt man festgelegte Entgelte, die deutlich über denen für die aus “klassischen” Energieträgern erzeugten Elektrizität liegen.

Als Beispiel wurde auch heute natürlich wieder Kohle und Atomkraft genannt. Mir lag da aber doch was, dass Kohle z.B. in Deutschland massiv subventioniert wird und die Energiekosten genau deshalb so niedrig sind. Richtig, kurz gegoogelt und man wird mit der Nase auf Wikipedia gestoßen. Die RAG erhielt für den Steinkohlebergbau in Deutschland im Jahre 2008 etwa 2,0 Milliarden Euro Subventionen vom Bund. Das entspricht ca. 9,3 % der Gesamtsubventionssumme der Bundesrepublik Vom Bund … hm … von wem bekommt der denn sein Geld? Richtig! Von mir und Dir.

Und wenn ich an die Atomkraft denke, dann fallen mir natürlich sofort die horrenden Kosten für den entstehenden Müll ein. Wobei das angesichts des Desasters mit dem Strahlendreck natürlich arg geschönt ist. Die Kosten sind eigentlich das geringste Übel, die Nachhaltigkeit mit der man sich die Umwelt versaut ist das eigentliche Problem. Und wer bezahlt das? Richtig … Du und ich und nicht die Energiekonzerne. Auch dazu hat die Wikipedia einen interessanten und leicht nachvollziehbaren Beitrag. Das sollte aber eigentlich auch so jedem klar sein. 2010 erstellte das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace eine umfangreiche Studie: „Staatliche Förderungen der Atomenenergie“ (2010)[37] Diese ermittelt eine Gesamtsumme der realen Fördermittel von 203,7 Milliarden Euro für den Zeitraum 1950 bis 2010, was 4,3 ct/kWh entspricht. Aber wie gesagt, die Kosten sind bei der Atomkraft noch das geringste Problem.

Insofern habe ich überhaupt kein Verständnis wenn sich jemand auf ein Podium stellt und mir steigende Energiekosten prophezeit, weil die Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird. Das ist Blödsinn!

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

1 Kommentar zu „Energiewende – aber wie?

  1. Ich freue mich, dass man sich jetzt endlich geeinigt hat, die Atomkraftwerke abzuschalten und sie danach mithilfe von erneubaren Energiequellen auszutauschen. Es wird interessant wie lange der Staat für den Umstieg von fossilen Energien zu erneuerbaren Energien braucht und ob auch in Zukunft wirklich alles aus erneubaren Energien erzeugt wird. Man muss damit aufhören, die Umwelt mit der Emission zu beschädigen und auch mal an unsere Nachkommen denken. Die Atomkatastrophe in Fukushima hat den deutschen Politikern endlich klar gemacht, dass man das Restrisiko von AKW’s nicht verharmlosen darf. Ich erwarte, dass die anderen Länder genauso schnell ihre AKW’s deaktivieren und wir so nicht mehr in Angst leben müssen.

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