Überflutet

Es sollte für knapp eine Stunde trocken bleiben sagt das Wetterradar. Und die Temperaturen sind mit knapp 15°C schön mild. Fahrrad raus. Ich wollte bis Vlotho und dann “mal gucken” … Aber erst mal nach Vlotho kommen. Unten an der Hude sah ich schon die Werre auf dem Uferacker.


Die Werre kommt über die Ufer

Das lässt nichts gutes ahnen. Ich bin die Werrestraße lang und nicht unter der Brücke durch, sondern oben rum, weil ich gucken wollte, wie die Bauarbeiten an der B61 fortgeschritten sind. Auf der anderen Seite dann weiter Richtung Kußbrücke. Aber nur nach ca. 15 Metern präsentierte sich der Weg ziemlich feucht.


zu tief für die Wattiefe meines Rades …

Umgekehrt, über die Werrebrücke und am Klärwerk lang zur Rehmer Insel. Leider war auch dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt. Ich hatte den Uferweg irgendwie höher in Erinnerung.


Nasse Füße garantiert …

Auch die Unterführung unter dem Autobahnzubringer lang nach Rehme rein stand unter Wasser. Wieder kehrt Marsch und über die Mindener. Ich wollte schon immer mal sehen, wie der Radweg vor dem Möbelabholmarkt ist. Sonst sehe ich den immer nur vorbeirauschen, wenn ich auf die Autobahn will. Naja, eine Augenweide ist es nicht. Geht eher in die Richtung Verkehrsgefährdung. Was denkt man sich eigentlich dabei, ständig irgendwelche neuen Radwege zu basteln, anstatt das was da ist mal in Schuß zu halten. Das ist sicher keine Hauptverkehrsradader, aber ist das ein Grund um so zu schlampen?


Vorsatz oder vergessen?

So ein Bild wie oben ist jedenfalls kein Aushängeschild. Liebe Verantwortliche, es ist gerade mal Ende September. Im Oktober gibt es sicher noch etliche Leute, die mit dem Rad unterwegs sind und dem Weserradweg folgen. Überschwemmungen der Radwege an Weser und Werre sind doch nun jedes Jahr die Regel. Sollte man sich dann im Fall der Fälle so präsentieren? Mal abgesehen davon, dass man diese “Umleitung” ohne Ortskenntnis nicht findet ist es eine Unverschämtheit etwas so verkommen zu lassen. Ein bißchen schneiden dauert einen halben Tag (mit mehreren Leuten und entsprechendem Werkzeug). Und dann Vorox auf den Weg und wieder Ruhe für ein Jahr. An der Bergkirchener sieht es schon fast genauso aus. Was soll das?

Langsam bin ich dann durch das Dickicht gerollt. Genau diesen Weg bin ich noch nie gefahren – werde ich auch nicht wieder. Nach ein paar Schlenkern war ich an der Fähre Amanda, wo es dann am Radlerstopp wieder nicht weiter ging. Immerhin kann man von da einfach an der Straße entlang fahren. Bis Vlotho habe ich das dann auch gemacht und dankend auf die Radwanderwege verzichtet. Von Vlotho zum Exterkreisel, von dort hoch zur Lohe – wo der straßenbegleitende Radweg gerade über die Kuppe weiter gebaut wird. Gibt es eigentlich Zahlen dazu, wieviele Leute die Strecke mit dem Rad befahren? Außer mir – oder Leute, die wie ich zügig fahren wollen – habe ich dort noch nie Radler getroffen. Also keine Zielgruppe für solche Verkehrshindernisse wie gepflasterte Radwege. An ein paar Stellen des neuen Abschnittes schienen mir bereits Wurzeln das Pflaster hoch zu drücken. Vom grünen Gras in den Ritzen ganz zu schweigen. Ist doch auch wieder ein sauteure Totgeburt. Aber wir haben’s ja …

Die Abfahrt runter bis zur Südbahn macht von da oben immer Spaß. Zumindest wenn man die gute Fahrbahn benutzt und nicht den linkseitigen, verwinkelten und mit Hofeinfahrten und Einmündungen garnierten Radweg. Bin ja nicht lebensmüde! Auf der Stein- und Eidinghausener Straße hat sich dann die Polizei, die 3 Autos vor mir fuhr, auch nicht darum gekümmert, dass ich dort den Radweg ignorierte :-) Wäre auch komisch gewesen. Weil sie die Geisterradler dort auch nicht interessierten, genausowenig wie die Truppe, die ihren Umzugsbulli mitten auf dem Geh- Radweg geparkt hatte. Schöne Runde! Und es hat auch nur bei Exter mal ganz kurz genieselt.

27 Km | 23 Km/h Schnitt | 50 Km/h max | 213 Höhenmeter

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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