Traurige Verkehrserziehung

Die NW berichtet mal wieder über Radverkehrserziehung. In dem Artikel wird als zentraler Punkt natürlich wieder der ominöse Radhelm erwähnt:

… Dass der Fahrradhelm das A und O der Verkehrssicherheit ist, lernen Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland bei der Verkehrs- und Mobilitätserziehung …

Gleichzeitig nennt der Artikel aber auch die Hauptursachen für die Unfälle mit Radfahrern.

… Aus einer Seitenstraße fährt ein dunkelblauer VW Bulli auf den Borweg. Der Fahrer übersieht die Gymnasiastin, es kommt zu einem Zusammenstoß …
… Denn die Fahrerin eines blauen Ford Ka, der aus einer Seitenstraße kam, bemerkte den Fahrradfahrer nicht …
… Die Eltern halten, wo es ihnen gerade gefällt … Einige fahren an, ohne vorher in den Spiegel zu gucken. Andere beachten die Fahrradvorfahrt nicht …

Ich frage mich gerade, seit wann ein Fahrradhelm gegen unachtsame, ignorante und baselige Autofahrer hilft?

Nicht den Kindern muß eingetrichtert werden, dass sie unbedingt einen Helm zu tragen haben (das dürfen sie von mir aus). Die Autofahrer müssen sensibilisiert werden. Es muß endlich normal sein, dass man mit dem Fahrrad am Verkehr teilnimmt. Auf der Fahrbahn, wo man gesehen wird und die im Zweifel in einem guten Zustand ist.

Radwege, das Heraufbeschwören einer Helmpflicht und das ewige Geseiher vom gefährlichen Fahrrad haben nur einen Erfolg: die Radfahrquote sinkt. Das ist doch herumdoktern an den Symptomen und nicht das Beheben der Ursache. Wahrscheinlich ist ja auch genau das gewollt – freie Fahrt für die Autos. Öl genug haben wir ja genug und Benzin kost’ nix!

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