CeBit 2006


O² sah aus wie im letzten Jahr

Wie in den Jahren zuvor … seit 1991 oder so … stand dieses Jahr natürlich wieder die CeBit auf dem Programm. In der Vergangenheit hat sich dieses Messemonstrum mehrfach gehäutet und ist von der kleinen Bastelbudenausstellung über die Zweiteilung und Erweiterung in Home- und normale CeBit in den letzten Jahren wieder mehr zu einer Fachmesse geworden. Inklusive gestiegener Eintrittspreise (38 Euro wurden an der Tageskasse ausgerufen) – und mehr Anzug- und weniger Turnschuhträger (und glücklicherweise noch weniger, die beides kombinieren).


… nicht allein zur Messe

Einmal war ich allein da und das hat mir gar nicht gefallen. Ich bin nur durch die Hallen gerannt, habe nirgends richtig geguckt und stand um 13 Uhr wieder auf dem Parkplatz. Mit dem Gefühl (zu Recht!) ein Idiot zu sein :-) Ein paar Mal war ich mit Freunden da, die aber zumeist schon um 13 Uhr die wunden Füße beklagten und/oder nach der dritten Halle keinen Bock mehr hatten. Die letzten 3 Mal war eine ehemalige Mitschülerin meine Begleitung, die sich ebenfalls für Kommunikationsschnickschnack interessiert und nicht schon nach 2 Stunden fragt, wie lange es noch dauert. So auch dieses Jahr :-)


Zuschauer beim LAN-Game

Für die ersten 2 Hallen haben wir fast 1 1/2 Stunden benötigt. Weniger weil dort soviel war, was uns brennend interessierte – nicht mal die Hostessen. Nein, es war der wohl kleinste Stand der Messe, an dem wir uns ca 40 Minuten in eine Schlange gestellt haben, weil es dort kleine, gelaserte Schlüsselanhänger mit einem 3D-Portrait in einem kleinen Glasquader gab. Sehr hübsch! Ja, natürlich wegen dem Motiv *g* … weswegen sonst! Mitbringsel Nr. 1 also im Sack – und die Überraschung hat auch geklappt.

Danach ging’s zügig durch die Hallen 20-23 … nichts wo wir uns lange aufgehalten hätten. Hier und da waren mal ein paar nette Spielereien zu sehen. Aber wirklich gar nichts, bei dem ein Must-Have Reflex ausgelöst worden wäre. Für MP3-Player habe ich nichts übrig. Auch nicht, wenn die bei gleicher Größe wie letztes Jahr nun auch noch ein klitzkleines Widescreen-LCD haben und Filme abspielen können. Wer denkt sich so einen Scheiß aus?


Hummer H2 mit Gedöns

Sowas gehört ins Handy, das hat man eh dabei. Dazu muß ich mir doch nicht noch einen Daumengroßen Stick ans Schlüsselbund hängen, wo doch das Handydisplay 5x so groß ist. Das Gleiche gilt eigentlich auch für die Navis, die man bestaunen konnte. Und tatsächlich gibt’s da inzwischen Lösungen, die mir von der Größe akzeptabel schienen und mit denen man auch telefonieren konnte. Bei Naviflash haben wir uns dann einen Moment aufgehalten und einen Kaffee in der Lounge spendiert bekommen. Danke Sebastian!

In Halle 17 hatte ich sogar noch ein kleines dienstliches Gespräch wegen den Installationsmodalitäten eines Programmes. Scheint OK zu sein, kann ich der Fachabteilung mitteilen, dass sie sich dafür weiter interessieren können.

Und dann kam die doll angekündigte Halle 27. “Digital Living” ist als Gegenpol zur IFA in Berlin gedacht … und war meine persönliche Enttäuschung der CeBit. Was war das für ein Quatsch? Hauptsächlich leere Flächen, die so drapiert waren, dass sie wie Zuschauerräume für Leinwände aussahen, auf die niemand schaute. Ein paar Kiddies spielten im LAN gegeneinander und Bose hatte einen Truck aufgebaut. Super. Klasse. Ich bin entzückt. Hätte ich dafür Eintritt bezahlt, wäre ich ziemlich angefressen gewesen. So war’s im CeBIt Ticket enthalten. Einstampfen das Ding oder vernünftig machen.


Fleischbeschau bei VK Mobile

Danach kamen dann die Hallen mit der Telekommunikation, den Handys und so weiter. Hier kann man’s aushalten. Lecker Espresso bei O2, beinahe Robbie Williams Karten bei Sony Ericsson gewonnen und dort auch mein nächstes Handy, das K800i begutachtet. Bisschen größer als mein K700 aber die Kamera ist klasse. Mal sehen. Nach ein wenig Rumschlendern entdeckten wir den Stand von VK Mobile und die hatten mal wirklich schicke, kleine, leichte Handys. Und vor allen Dingen hatten die eins mit einer 4 Megapixelkamera mit einem CCD-Sensor und 4 Gig Ram – nicht so ein CMOS-Ding.

Habe ich eben was vom K800i geschrieben? Vergiss es! Wenn dieses VK Mobile mal ‘n deutschsprachiges Menu hat, will ich das haben. Saugeil. Wie ich noch von dem Handy träume, werde ich allerdings schon von meiner Begleiterin zur Fleischbeschau an eben jenem Stand gerufen. Ein paar bodygepaintete Hostessen buhlten mit auf den Rücken gepinselten Handynummern um einen Anruf. Wer dann durchkam, erhielt ein Geschenk. Und da ich bei Robbie kein Glück hatte, war mir Fortuna hier hold. Also für Papa noch einen Warmhaltebcher für Coffee-To-go.

Insgesamt ein erfreulicher Besuch. Bei den Handys gab es doch noch was zu gucken. Die Flachbildschirme werden immer brillianter, die Hostessen schienen auch wieder mehr nach Rocklänge gecastet zu werden und es gab *ewtas* mehr Give-Away, als im letzten Jahr. Obwohl ich wirklich kein Sammler bin und auch keine Taschen mitnehme oder gar mit ‘nem Rucksack über das Gelände schlüre, freu man sich ja über ein Mitbringsel. Also nächstes Jahr wieder … die Begleitung buche ich schon mal!

Achja, und dann gab es auch noch mein persönliches Highlight! Ich war ganz gerührt und auch nicht der Einzige der an diesem Stand seine Knipse gezückt hat … fast noch mehr, als bei der Tittenbeschau … “Choplifter”!

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

3 Kommentare zu „CeBit 2006

  1. NEIN, ich fasse es nicht!! Wo stand der denn?
    Der gute alte Brotkasten und ein Competition Pro (ich weiß gar nicht, wie viele von denen bei “Decathlon” draufgegangen sind…). Muss mal eben eine Träne der Rührung aus dem Auge drücken…

    Da du ja ein Fan dieser Spiele bist:
    http://www.freispiel.de/classic.htm

  2. Dachte ich mir. Ich habe lediglich einen Bruchteil der Cebit gesehen und hatte ebenfalls dicke Füsse.
    Auch wenn Du zurecht die “Anzug-Turnschuh”-Fraktion anprangerst – ich hätte an dem Tag ein Vermögen für bequeme Schuhe bezahlt :-)

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