Sauber machen für Fahrräder?

Heute morgen habe ich mal wieder die neue Fahrradstraße Im Leingarten für den Weg ins Büro benutzt. Ist zwar ein ganzer Kilometer Umweg, aber ich wollte mal sehen, was so los ist. Vor mir her fuhr tatsächlich nur eine Frau, um die Strecke zur Werster Straße abzukürzen und mir haben nur zwei Autos die Vorfahrt genommen, als sie in die Fahrradstraße einbogen, um die Kinder auf den Rücksitzen zur Schule zu bringen. Danach führt mich der Weg die Stüher Straße entlang und dann durch den Siel. Diese Strecke wurde mir auch schon von einem inzwischen pensionierten Verwaltungsmitarbeiter als wunderbare Route ins Büro empfohlen, als ich mich über den katastrophalen Radweg an der Eidinghausener Straße ausließ.

Flutmulde kurz vor 8 Uhr … paar Tage nach dem Hochwasser.

Nun hatten wir vor ein paar Tagen nicht geringes Hochwasser. Alles war landunter. Auch der Weg entlang des Reitplatzes im Siel. Aber das ist eben auch nur ein kurzes Stück von knapp 50 Metern, die man doch wohl mal zeitnah räumen könnte. Wie man an den Spuren sieht, bin ich nicht der einzige, welcher diese Strecke fährt. Wie gesagt, nicht zuletzt empfiehlt die Verwaltung das sogar als Verbindung zwischen Eidinghausen/Werste und der Innenstadt. Wenn ich dann den Zustand sehe, bin ich wieder bei der Ernsthaftigkeit, mit der sich in Bad Oeynhausen um den Radverkehr gekümmert wird.

Flutmulde nochmal mit etwas mehr Licht.

Sogar in der Wiese sieht man Spuren, weil es auf dem Gras augenscheinlich noch besser voranzukommen war, als durch den Schlamm. Ganz ehrlich, wenn ich diese Strecke als Route anbiete, dann muss ich da auch mal mit dem Bürstenwagen lang fahren, wenn es die Situation erfordert. Ja, ich bin der Meinung, dass das auch ruhig zeitnah erfolgen darf. Auch wenn die Möglichkeit besteht, dass das morgen wieder überflutet ist. Für die Autos wird doch auch nicht nur einmal nach dem Winter der Dreck weggeräumt!

Oder ist es vom Radfahrenden hinzunehmen, morgens eingesaut im Büro/der Schule zu sitzen? So schafft man echt keine Akzeptanz.

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2 Kommentare zu “Sauber machen für Fahrräder?
  1. H. Apfel sagt:

    Auf einer *Fahrrad*straße … auf einer Fahrt … nur zweimal von kriminellen Autofahrern die Vorfahrt genommen worden –

    WOW!

    Muttu halt Rücksicht nehmen!

  2. C. B. sagt:

    Heute Mittag (22.12.) bin ich an oben beschriebener Stelle durch den Sielpark gegangen. Der Schlamm ist immer noch da. In der Mitte hat sich ein schmaler, fast schlammfreier Pfad gebildet, der durch die Radfahrer wohl “freigefahren” wurde. Gereinigt wurde wohl nicht. Mit konventionellen Reinigungsfahrzeugen ist dieser schwere Schlamm auch kaum zu entfernen. Hier wäre Handarbeit nötig – oder besser: Hier IST Handarbeit nötig. Denn die Entfernung des Schlamms kommt der Beseitigung einer Gefahrenstelle gleich. Für Radfahrer und Fußgänger besteht akute Sturzgefahr auf der rutschigen Masse.

    Das Grundproblem ist übrigens, dass der Weg durch die Flutmulde etwas tiefer als Sohle der Senke liegt, d.h. das seitliche Gelände ist zum Weg hin leicht abschüssig. Somit kommt es auch nach Starkregen teilweise zu Verunreinigungen des Weges durch Abspülungen aus der Grasnarbe. Zumindest bildet sich nach stärkeren Regenfällen regelmäßig auf der gesamten Gehwegbreite eine große Pfütze, da das Niederschlagswasser wegen der beschriebenen Situation nicht ablaufen kann. Es dauert manchmal Tage, bis die Pfütze verschwindet. In den Tagen vor der “Flut” war die Pfütze durch den Dauerregen bereits so tief, dass man ohne wasserdichte Schuhe als Fußgänger nasse Füße bekam oder auf die schlammige Grasfläche ausweichen musste. Im Winter bildet sich dann hier auch mal eine Eisfläche. Das alles ist sehr ärgerlich, da dies direkte Weg von Werste zum Bahnhof ist, der auch von Berufspendlern mit dem Fahrrad oder zu Fuß genutzt wird und die auf diesen angewiesen sind.

    Die sinnvollste Lösung des Problems wäre eine Aufhöhung des Weges (20 cm würden wohl reichen), so dass das Niederschlagswasser auf der Wiese seitlich versickert anstatt auf dem Weg zu stehen. Das kostet zwar erst einmal etwas, spart aber langfristig Kosten für den Unterhalt (weniger Reinigungsaufwand und vielleicht auch ein paar Pflastersteine weniger – wegen Verkürzung der Wegstrecke durch die Aufhöhung) und mindert das Risiko einer Klage gegen die Stadt, falls dort jemand im Schlamm oder auf dem Eis stürzt.

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