Spielplatz am Wilhelmsplatz

Die Wellen schlagen hoch, seitdem die Neue-Westfälische in einem Anflug von Sommerlochlangeweile einen kleinen Teilaspekt eines langen Vortrags in einem Ausschuss für Stadtentwicklung vor der Sommerpause zum Thema machte und andeutete, die Politik wolle den Parkplatz auf dem Wilhelmsplatz in einen Spielplatz umwandeln.

Allein: das hat niemand beschlossen. Es wurde nicht einmal ernsthaft in Erwägung gezogen. Wenn man bei der Sitzung anwesend war – wie z.B. die Redakteure der Neuen-Westfälischen – dann wüsste man das. Aber anstatt dies klarzustellen, veröffentlicht die Zeitung lieber wütende Leserbriefe, die der Politik Steuergeldverschwendung und nicht überlegtes Handeln vorwerfen.

Es gab eine Präsentation der “Stadtkinder” im Rahmen des ISEK-Programmes, in welchem auch Spielgeräte auf dem Wilhelmsplatz thematisiert wurden (Kann jedenfalls sein, konkret kann ich mich daran nicht erinnern. Daran sieht man schon, wie intensiv wir über den Wilhelmsplatz gesprochen haben.) Als Wunsch der Kinder, welche die Exkursion durchgeführt haben. Den Vortrag fanden fraktionsübergreifend alle gut und ergänzten gleichzeitig, das längst nicht alles davon umsetzbar ist. Aber ganz ehrlich, wenn man von den fast 10 Dutzend Parkplätzen für Autos drei bis vier für Spielgeräte für Kinder nutzen würde, dann hätte ich da auch absolut keine Bedenken. Mir sind Kinder lieber, als Autos. Aber niemand hatte oder hat jemals vor, den (in den Leserbriefen inzwischen schon “historischen”!) Parkplatz Wilhelmsplatz komplett wegfallen zu lassen. Es wurde bisher nicht einmal darüber gesprochen dort irgendetwas zu ändern.

Ganz viel heiße Luft, welche die Neue-Westfälische hier – wahrscheinlich im Hinterzimmer grinsend – produzieren lässt. Qualitätsjournalismus.

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