Neues Auto oder nicht?

Als mir der Arzt nach der OP eröffnete, was in Zukunft alles nicht mehr geht, war einer meiner ersten Gedanken, wie ich denn dann mit dem Wohnwagen nach Kroatien komme. Genauer: wie komme ich zurück, wenn ich mir da unten die Sehne abreisse? Mit einem Automatikwagen könnte ich sicher noch hoch fahren. Alex hat das Gespann noch nie gesteuert und findet es als Beifahrerin manchmal schon schrecklich. ich selbst würde als Beifahrer auch Blut und Wasser schwitzen!

Skoda Yeti mit Eriba Nova

Also gucke ich seit zwei Monaten nach neuen Autos – ‘nem Yeti natürlich. Ich bin jedoch total unschlüssig, weil so ein Kauf eine ganz und gar unwirtschaftliche Sache ist. Für einen Wagen so wie ich ihn mir vorstelle – abzüglich dessen, was ich hoffe für unseren Yeti noch zu bekommen – müssen wir ca. 17.000 Euro auf den Tisch legen. Der ist dann aber noch nicht mal neu! Etwas mehr als 5 Jahre haben wir das derzeitige Zugfahrzeug, macht knapp 3.400 Euro pro Jahr (oder etwas unter 300 Euro im Monat) die wir regelmäßig zurück gelegt haben müssten, nur für den Luxus, so ein Auto auf dem Hof stehen zu haben! Das ist ja noch ohne die Betriebskosten.

“Vernünftig” ist das nicht. “Notwendig” kann ich nicht beurteilen. Ohne die OP wäre ich jedenfalls nicht auf den Gedanken gekommen, nach einem neuen Auto zu gucken.

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5 Comments on “Neues Auto oder nicht?

  1. Automatik halte ich aus vielerlei Gründen für sehr empfehlenswert; ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum die in Deutschland oder auch in Europa immer noch kein Quasistandard ist wie in den USA.

    Ob Ihr jetzt allerdings ein neues Auto mit Automatik kaufen müßt, nur weil Deine Sehne reissen *könnte* … Ich glaube nicht, weiß aber auch nicht, wie groß dafür die Wahrscheinlichkeit ist. Möglicherweise ist es günstiger, im Sehnenrissfall einen anderen (zum Beispiel Taxi-)Fahrer zu engagieren, der die Fahrt – oder zumindest die Rückführung des Wohnwagens – übernimmt.

    Wenn irgendwann (oder vielleicht ein bißchen früher, als ursprünglich geplant) ein neues Auto ansteht, dann aber auf jeden Fall mit Automatik.

    • Es ist nicht nur das “könnte”, sondern auch der Komfort. Zumindest im Moment merke ich das schpon noch sehr stark. Einmal im Berufsverkehr nach Herford und die Wade tut weh. Das wird sicher besser – aber einer der vielerlei Gründe ist ja auch die Bequemlichkeit.

      Und tatsächlich neige ich dazu, es mir mit der nunmal dauerhaft vorhandenen Einschränkung bequemer zu machen.

      Außerdem habe ich gerade einen wirklich *sehr* interessanten Gebrauchten gefunden :-)

  2. Naja, mir fallen da schon gute Gründe ein, die gegen ein DSG sprechen: Spritverbrauch, kaum (?) Möglichkeit den Gang zu wählen, (von mir vermutete) erhöhte Anfälligkeit aufgrund der Komplexität und nicht zuletzt der Spaß am Schalten.

    Ich hatte neulich einen Golf Sportsvan mit DSG (allerdings Benziner). Das war wirklich heilsam… .

    • Das ist interessant! Du bist der Erste, der mir sagt dass er lieber schaltet! Habe ich bisher auch immer behauptet und den “Spaß am Schalten” angeführt. Den habe ich nämlich tatsächlich.

      Ich höre jetzt immer nur “Wenn man einmal Automatik hatte, will man nichts anderes mehr.”. Und beim beim Mitfahren in Automatik-Mercedes und DSG-VAG-Autos ist mir da auch nichts Merkwürdiges aufgefallen.

      Der Mehrverbrauch ist mir eher egal, da ich eh wenig fahre und “schalten” kann ich doch beim DSG, wenn ich möchte.

    • Mein jetziges Dienstfahrzeug ist mit einem DSG Getriebe ausgestattet.
      Der Komfortfaktor ist so hoch das auch ich sage nie wieder einen Handschalter.
      Mehrverbrauch ist beim DSG bei mir nicht messbar. Die Elektronik schaltet so optimal wie es ein Mensch auf Dauer sicher nicht hin bekommt.
      Zahlen wären da ein Durchschnitsverbrauch von 6,9 Liter Diesel bei 180 PS Leistung und durchaus zügiger Fahrweise.
      Bei sparsamer Fahrweise ist ein Verbrauch von ca. 5,6 Liter ohne Probleme erziehlbar.
      Natürlich kannst du auch bei einem DSG Getriebe die Gänge manuell wechseln. Eigentlich probiert man das nur aus wenn das Fahrzeug neu ist und bemerkt dann recht schnell das die Elektronik es besser kann.
      Einzig auf Gefällstrecken bei denen die Motorbremse genutzt werden soll ist das manuelle Schalten in meinen Augen sinnvoll.

      Ob ein DSG anfälliger ist vermag ich nicht zu beurteilen.
      Fakt ist das die Wartungskosten etwas höher sind da das Getrieb alle 60.000 km (bei Ford) auch einen Ölwechsel haben möchte.

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