Fahrradfragen

Angesichts der im September in Berlin stattfindenen Wahlen hat der ADFC Berlin einen Fragenkatalog zum Radverkehr aufgestellt und den Parteien zur Beantwortung vorgelegt. Eine Zusammenfassung findet sich hier. Den kompletten Fragenkatalog inkl. der teilweise etwas gekürzten Antworten kann man ebenfalls einsehen.

Wenig überraschend haben die Grünen etwas für den Radverkehr übrig, auch die Linke und die SPD sind zumindest auf dem Papier an einer umweltfreundlichen und sicheren Fortbewegung interessiert und haben nicht überall die falschen Ansätze um dies zu erreichen. Die CDU mogelt sich so durch. Nur die FDP kann eigentlich ausschließlich von Autofahrern gewählt werden. Die haben weder die Straßenverkehrsordnung noch die folgenden Urteile verstanden und machen sich die Welt so wie es Ihnen gefällt. ADFC: FDP
… Aus unserer Sicht ist das Fahren auf Radwegen und Radspuren grundsätzlich sicherer als das Fahren auf der Straße …
… [grüne Welle für Radfahrer] Auf Grund der unterschiedlichen Geschwindigkeiten der jeweiligen Verkehrsteilnehmer eignen sich große Durchgangsstraßen aus unserer Sicht nicht, da dort die grüne Welle den stetigen Fluss des Autoverkehrs sicherstellen muss
… Wesentlich für die Sicherheit ist auch, dass die Radfahrer sich selbst an die Verkehrsregeln halten. Dies muss ggf. auch durch zusätzliche Kontrollen sichergestellt werden
… [Finanzierung von Radverkehrsanlagen im gleichen Verhältnis wie die Nutzung] Zum Vergleich der Verkehrsarten ist aus unserer Sicht aber nicht der Anteil der zurückgelegten Wege, sondern der Anteil der zurückgelegten Kilometer das richtige Kriterium.
Geht gar nicht. Fairerweise muss ich sagen, waren da auch ein paar verständliche Antworten dabei, aber das Gros ist eindeutig kontra Radverkehr. Und zwar deutlich.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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