Der Bundespräsident erklärt dem ADAC die Welt

Schade, er hätte das Fahrrad explizit erwähnen sollen, aber ich glaube auch so, dass einigen Mitgliedern bei dieser Rede die Mundwinkel nach unten gehangen haben. Sehr gut! Bundespraesident.de: “Anders ans Ziel kommen” – Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler bei der ADAC-Preisverleihung Gelber Engel 2010
… Denken Sie ein halbes Jahrhundert zurück. Damals konnten vielerorts die Kinder noch auf der Straße spielen. Heute können sie es meist nicht mal mehr auf dem Bürgersteig – zu gefährlich …
… Viele setzen sich immer noch morgens fast gedankenlos ins Auto und stehen dann einmal mehr im Stau. Experten haben berechnet, dass Verkehrsstaus die deutsche Volkswirtschaft mehrere Milliarden Euro im Jahr kosten. Und für mich ist die Antwort nicht, unbedingt noch mehr Straßen bauen …
… Derzeit gewichtet der ADAC bei der Bewertung von Automarken in seinem “AutoMarxX” die “Fahrzeugqualität” mit 30 Prozent, die Umweltaspekte dagegen nur mit 15 Prozent. Ich finde das – mit Verlaub – überholt …
Und noch viele weitere Worte pro öffentlicher Nahverkehr, umweltfreundliche Autos oder einfach mal stehen lassen. Geht doch, wenn man will.

Wie gesagt, dass Fahrad könnte deutlicher hervorgehoben werden als nur für den Weg zum Bäcker. Ein sicher nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung könnte ohne Einschränkungen auch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und damit einen Großteil des Verkehrschaos zwischen 7:30 und 8:30 Uhr auf viele Straßen verhindern. Mir wird sicher wieder vorgeworfen, dass ich alles zu einfach sehe. “Nein!” – das ist wirklich so einfach. Ich bin auch bequem und wenn es regnet, habe ich ganz ehrlich keine Lust auf Radfahren. Aber selbst bei der Kälte der letzten Tage und bei Schneefall ist es mit dem Fahrrad durchaus möglich zur Arbeit zu gelangen oder Brötchen zu kaufen.

Ich glaube, hier wird aktuell ganz schön Potential verschenkt.

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Ein Kommentar zu “Der Bundespräsident erklärt dem ADAC die Welt
  1. Agadius sagt:

    Moin….

    Mal abgesehen davon, das ich nicht gerade ein Fahrrad-Fetischist bin und meinen Wagen des öfteren Nutzen muss, tun sich sicherlich hier und da auch andere Alternativen auf.

    Ab März pendel ich für mind. 3 Monate wieder zwischen Bad Oeynhausen und Bielefeld. Ich könnte sicherlich jeden morgen mit Auto fahren, werde aber bevorzugt den Zug einsetzen. EInfach weil es stressfreier ist und in der Menge weniger kostet.

    Herr Köhler hat auch recht damit, das kein Kind mehr “auf der Strasse” spielen kann, geschweige denn auf dem Bürgersteig. Ich könnte hier früher immer mit meinem Fahrrad durch die Stadt fegen. Die Gefahr durch den vermehrten Starssenverkehr war nicht so hoch wie heute.

    Wenn ich sehe, wieviele Fahrzeuge sich jeden Tag durch die Herforder Strasse bewegen.

    Oft nur gerade mal mit einer Person im Fahrzeug. Es gibt sicherlich für viele die Möglichkeit bei Distanzen zwischen 5 – 10 km das Fahrrad zu benutzen. Je nach Lage. Ich fahre auch mit dem Fahrrad zur Post in die Innenstadt.

    Ich bin damit eben schneller, brauche keinen Parkplatz, spare Sprit und betätige mich körperlich.

    That`s my 2 Eurocent.

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