Die Autos

Ursprünglich geschrieben am 19.09.2006, ergänzt am 21.12.2013.

Nach den hunderten von Kilometern der letzten Tage im Fahrersitz, war ich erstaunt bei SCB just einen Beitrag zum ersten KFZ zu finden. Was das angeht bin ich ziemlich genügsam fiel mir dabei auf. Seit 17 Jahren die Erlaubnis zum Führen eines KFZ und erst das 4. Auto in Besitz – ich kenne Leute, die in weniger Jahren wahrscheinlich schon 40 Autos ihr eigen nannten ;-)

Fiat Uno

Los ging damals alles 1987 mit einem Fiat Uno, den wir damals bei Heuer gebraucht gekauft haben. 76.000 Km auf der Uhr und wenn ich mich richtig erinnere 6.000 DM auf den Tisch gelegt. Der Wagen war klasse! 896 ccm und 45 PS verhalfen dem Leichtgewicht zu unglaublichen Fahrleistungen. Während der allwochendlichen Natorally meiner BW-Zeit habe ich damit so manchen 60PS R5 stehen lassen. Vollbeladen – Ehrensache. Gefahren bin ich damit weit über 100.000 Km, genau kann ich es nicht sagen, weil die Tachowelle … äh … hüstel … da war mal was kaputt ;-) Auch die Schnellfickersitze waren eine Sensation; einmal einen Hebel gelüftet und – zack – war man in der Horizontalen. Funktionierte übrigens auch an Ampeln sehr gut, wenn man anfuhr …

Er ging jedenfalls mit 180.000 Km Laufleistung für 2.400 DM an den nächsten Fahrer. Leider war das viele Geld eher ein Schadenersatz, weil der Sack die Karre nicht umgemeldet hat und monatelang auf meinem Namen damit rumfuhr. Was allerdings weder Polizei noch Versicherung zu interessieren schien. Erst als wir selbst bei dem Aussiedlerheim vorbei fuhren, in welchem der Käufer wohnte (der den Wagen aber schon längst an seinen “Cousin” weitergegeben hatte) und nachdrücklich intervenierten, ging die Ummeldung dann recht fix über die Bühne.

Fiat Tipo

Danach kam 1992 ein Tipo AGT auf den Hof. Wieder ein Fiat – mein Vater hat nur gestöhnt ;-) Anthrazitfarben, 69 PS aus 1.4 Litern Hubraum (ja, der hatte Durchzug). Ein Firmenwagen mit 24.000 Km Fahrleistung in nicht ganz einem Jahr. Alles an Bord was man wollte. Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, ein obszön großer Kofferraum. 4 riesige Türen. Der Wagen war echt schick. Auf dem Foto ist er während eines Fehmarn-Ausfluges zu sehen, nachdem ich einer Freundin erlaubt habe ihn zu fahren, weil ich nach dem Disco-Besuch eher nicht mehr in der Lage war gerade zu stehen, geschweige denn zu fahren. Leider hatte ich übersehen, dass die Freundin in einem ähnlichen Zustand sich befand und so hat sie fachmännisch den Auspuff unter dem Wagen zusammen gefaltet, als sie beim Zurücksetzen eine sehr niedrige Kante touchierte. Das konnte aber mit einer Kombizange, ‘nem Hammer und viel jugendlichem Leichtsinn noch auf dem nassen Campingplatz repariert werden.

Putzigerweise wollte den Wagen 1996 dann niemand kaufen, als ich ihn losschlagen wollte. Irgendwie mochte außer mir niemand einen Fiat Tipo :-o Inzwischen hatte er auch ein paar Macken (kleine Fahrfehler, wie mir die Polizei einmal zugestand) und auch schon 140 TKM auf dem Tacho. So kam es mir fast gelegen, als mir jemand die Vorfahrt nahm, ich noch ausweichen konnte, dabei ins Schleudern geriet und den Wagen mit der Breitseite vor den Bordstein setzte. Beide Räder rechts standen im 45 Grad Winkel nach innen und das Thema hatte sich erledigt. DM 3.500 vom Händler für den Schrott und noch mal 3.500 von der Versicherung (Fragt nicht warum soviel, ich habe den Schaden komplett an den Händler abgegeben und mich nicht darum gekümmert.) waren ca. 5.000 DM mehr, als ich in jedem Kleinanzeigenmarkt bekommen hätte.

Fiat Punto

In dem Augenblick, in dem der Tipo auf den Hof des Händlers geschleppt wurde, brachte eine junge Dame einen Punto zurück, den sie wohl nicht mehr mochte … oder ihr Portemonnaie nicht. Was weiß ich. 9 Monate alt, 16.000 gelaufen, 1.2 Liter und 60 PS. Super. Tiefergelegt, 15 Zoll Felgen, 195er Reifen, Schiebedach, Zentralverriegelung (mit Fernbedienung!) – schwarz. Ich war sofort hin und weg. Noch schnell die Zuzahlung ausgehandelt und ich hatte 1996 meinen nächsten Fiat!

Den Wagen mochte ich am Meisten – wie jeden anderen vorher auch! Er war keine Rennziege und auch deutlich kleiner als der Tipo, aber dafür sehr schick. Ich habe keine Unfälle damit gehabt, er ist nie stehen geblieben (die anderen Fiats übrigens auch nicht) und er rostete nicht mehr so wie der Uno, der zum Schluß nur noch von immer wieder neuen Lackschichten zusammen gehalten wurde.

Alex hat sich übrigens nach einem ersten Ausrutscher mit einem Ford Fiesta (da ist man einmal nicht mit zum Einkaufen) auch immer für Fiats entschieden. Erst Uno, dann Punto und dann noch mal einen Punto. Da weiß man was man hat.

Den schwarzen Renner habe ich bisher am Längsten gefahren. Erst als 2003 der Nachwuchs einzog, wurde der Wagen zu klein und ich habe mich nach einem Kombi umgesehen. Für den Punto habe ich noch 1.000 Euro bekommen, nachdem er inzwischen so um die 125 TKM gelaufen war und die Nachbesitzerin hat ihn auch erst vor einem halben Jahr weiter verkauft. Sehr zuverlässiges Auto also!

Volvo

Auf der Suche nach einem Kombi habe ich im Internet die Autoseiten abgegrast und nach einem V40 gesucht. Ich wollte einen Wagen der nicht so groß ist wie ein Passat und es durfte kein Opel, kein VW und kein Ford sein. Die Alfas sind mir zu teuer und Fiat hatte nur den Stilo im Angebot, der als Kombi nun wirklich – Enstchuldigung – beschissen aussieht. Außerdem ist Volvo irgendwie was besonderes. Einen V40 mit dem 1.6 Liter Benziner bin ich zur Probe gefahren und das fühlte sich arg nach Gummizug an. Also mehr. Der 2 Liter mit 140 PS hörte sich gut an.

In Wesel beim Auothaus Rentner sah ein roter V40 sehr schick aus. So schick, dass ich die 2 Stunden Fahrt dorthin mit dem Punto angetreten bin, um mir die Sache mal anzusehen. Als ich ankam hatte der Händler den Wagen schick auf dem Hof drapiert und bevor ich ausgestiegen war, wusste ich schon dass ich den Wagen haben musste! Tiefer gelegt, Spoiler vorne und hinten, Schweller, Doppelrohrauspuff, 17-Zoll Felgen, kleinere Aussenspiegel, alles von Heico. Und es sieht nicht nach Koni-Karre aus, sondern eher normal … finde ich.

Das es der 2.0t war und nicht der 2.0 sah ich erst nach dem Öffnen der Motorhaube. Einen Turbo wollte ich eigentlich nicht. Aber nach einigem Hin und Her sollte ich erst mal eine Probefahrt machen. Danach musste ich nicht weiter überzeugt werden *eg* Die 163PS ziehen ordentlich nach vorne! Der Wagen war zwar schon 4 1/2 Jahre alt und hatte 66.000 gelaufen, aber der Preis war derart gut und ich bekam noch frischen TÜV und den Wagen vor die Haustür gebracht – alles geritzt. Und nach nunmehr 3 Jahren bin ich immer noch begeistert. Keine außerplanmäßigen Reperaturen, kein übermäßiges Geklapper, fährt prima und ist bequem.

Bis zum 25.10.2011 war der Volvo noch in meinem Besitz. In dem Jahr hatten wir ein wenig Stress mit dem Fahrzeug, da die Lager der Antriebswellen am Getriebe den Geist aufgegeben haben und der Sommerurlaub deswegen mit deutlich mehr Adrenalin im Blut verlief, als geplant. Die Werkstatt konnte den Fehler nicht entdecken und hat zunächst die Stoßdämpfer ringsum getauscht. Danach musste ich nach viel Hin und Her vom Schrottplatz ein Austauschgetriebe besorgen, welches mir eingebaut wurde. Danach schnurrte der V40 wieder wie eine Nähmaschine. Aber zum Wohnwagen ziehen ist er einfach nicht geeignet – zumindest nicht in der Größe wie wir ihn im Schuppen stehen haben. So haben wir nach dem Sommerurlaub und noch während des Werkstattaufenthaltes nach Ersatz geschaut. Parallel dazu den Volvo inseriert und letztendlich an einen Käufer in Paris abgegeben. Der kam Ende Oktober mit der Bahn angereist und hat ihn – nach Erledigung aller Formalitäten – gleich mitgenommen. Als ich ihn das letzte Mal an der Tanke stehen sehen habe, hatte ich einen kleinen Kloß im Hals :-/

Skoda Yeti

Am 27.09.2011 sind wir nach Gifhorn gefahren und haben unser neues Auto abgeholt. Über das Internet gesucht und gefunden, weil es einen 1.8tsi Yeti gar nicht mal so häufig gab, wie ich dachte. Unser Exemplar war noch keine zwei Jahre alt, hatte sehr wenig Kilometer auf dem Tacho und stand im Verkaufsraum wie ein Neuwagen. Wir waren beeindruckt.

Zwei Jahre später hat sich daran auch noch nichts geändert. In 2012 und 2013 hat der Skoda unseren Wohnwagen leichtfüßig nach Kroatien gezogen und auch bei dickstem Schneefall hier in der leichten Hügellandschaft keine Mucken gemacht. Die hohe Sitzposition ist super, der Motor agil und durchzugsstark und optisch gefällt mir ein Auto das gerade Linien hat sowieso. Bisher alles richtig gemacht.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

1 Kommentar zu „Die Autos

  1. Ey kuhl, da kann ich nochmal nachlegen. Ich fahre jetzt das fünfte Auto, wobei der letzte sich ja standhaft schon seit über 8 Jahren in meinen Besitz befindet.
    Im Einzelnen: Skoda rot, Nissun Sunny rot, Astra neptuntürkis, Calibra silber (die reinste Wonne), Omega silbergrau.

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