Geha compact 211 plus

Seit Jahren setzen wir bei uns im Haus bei Präsentationen auf Beamer statt auf die herkömmlichen und altbackenen Tageslichtprojektoren. Nachdem unsere beiden Beamer nun leider den Weg allen irdischen gegangen sind, stand eine Neuanschaffung an.

Das Gerät mußte mindestens 1.024 x 768 Punkte (also XGA) Auflösung haben und mehr als 1.200 Ansi Lumen, da wir dort Laptops anschließen und der Saal nicht komplett verdunkelt werden sollte.

Letztentlich entschieden wir uns für den “Geha compact 211plus”. Das Gerät verfügt über die geforderte Ausstattung und bietet zudem noch die Möglichkeit größere Auflösungen – bis 1.600 x 1.200 – bei akzeptabler Qualität herunterzurechnen und anzuzeigen. Die dabei anliegenden Wiederholfrequenzen sind dem Gerät egal. Nicht so wie unsere alten Beamer , die zwingend 60HZ verlangten.

Die geforderten 1.200 Ansi Lumen übertrifft der Geha mit 2.000 Lumen locker. Tatsächlich ist das projezierte Bild selbst bei Tageslicht sehr gut zu erkennen. Direkte Sonneneinstrahlung auf die Leinwand ist natürlich tödlich … aber das ist bei jedem Projektor so. Das Bild ist sehr scharf, klar und selbst bei großen Diagonalen – wir haben eine 5 m x 3,5 m große Leinwand – absolut einwandfrei. Mit dem Zoom kann man die Bildgröße individuell einstellen. Der Geha erlaubt sowohl Decken- als auch Tischmontage und sogar Rückprojektion. Dazu kann man das Bild über die sehr umfangreichen OnScreen Displays entsprechend einstellen. Sogar eine digitale Trapezkorrektur ist möglich, um Verzerrungen, die durch eine nicht
waagerechte Projektion entstehen, auszugleichen.

Das Signal erreicht den Projektor über 2 VGA-Eingänge (welche zudem auch wieder nach außen durchgeschleift werden, z.B. zum Anschluß eines Kontrollmonitors), einen Composite und einen S-Video Eingang. Ein integrierter Stereoverstärker erlaubt die Soundwiedergabe. Diese ist überraschend brauchbar und reicht für eine kleine Präsentation aus. Wem das nicht genug ist, der kann die ebenfalls vorhandenen Audioausgänge nutzen und eine bessere Tonanlage an den Projektor anschließen. Die Lautstärke kann man dann über den Projektor regeln. Sehr praktisch!

Die Eingänge sucht sich der Geha selbst, wobei man auf der Oberseite des Gerätes zwei Auswahltasten für “Video” und “Computer” hat. Welche Eingänge belegt sind, wird recht zuverlässig erkannt. Lediglich wenn sich bei einem Laptop z.B. der Bildschirm abgeschaltet hat, kommt der Beamer ins Trudeln. Das sollte man dem Laptop während einer Präsentation abgewöhnen. Vor allen Dingen, da man den Geha per Fernbedienung “schwarz” schalten kann. D.h. die Lampe ist weiter an, es wird aber kein Bild projeziert. Das schont die Technik und verlängert die Lebensdauer der Lampe.

Testweise hatten wir auch einen DVD Player angeschlossen. Auch hier
überzeugt der Beamer mit einer kristallklaren und scharfen Wiedergabe. Keine Fehlfarben, keine unterschiedlichen Farbabstufungen an den Bildrändern oder Verzerrungen trüben den Eindruck. Negativ fällt hier lediglich der fehlende RGB-Eingang auf, aber ich habe auch noch keinen gewaltigen Unterschied zu einem S-Video Eingang festgestellt.

Weiterhin kann man den Geha per USB an einen PC anschließen. Installiert man dann noch den mitgelieferten Treiber, kann man die Fernbedienung des Projektors als drahtlose Maus nutzen und seine Präsentationen steuern. Als Zeigerinstrument macht die Fernbedienung dank integriertem Laserpointer ebenfalls eine gute Figur.

Der Lüfter sollte nach Ausschalten des Gerätes nur ca. eine Minute
nachlaufen um die heiße Lampe abzukühlen. Das ist eine sensationell kurze Zeit, die den Beamer wirklich portabel macht. Auch wenn das Gehäuse dann fast noch “kocht”.

Im Lieferumfang sind alle benötigten Kabel, Adapter und die Fernbedienung. Listenpreis für das Gerät ist ca. 7.300 EUR. Aber da sind bei solchen Geräten immer unheimliche Spannen drin. Verhandeln, verhandeln, verhandeln … ;-)

Insgesamt ein absolut überzeugendes Gerät mit einer wahnsinnigen
Bildqualität. Wir hatten testweise einen Philips XGA2 angeschlossen,
welcher zur Zeit in allen einschlägigen Magazinen als Testsieger gelobt wird und dieser konnte dem Geha in keiner Disziplin das Wasser reichen!

Eindeutige Kaufempfehlung.

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