Umzug

In den letzten Wochen waren wir mit vorbereiten beschäftigt. Vorbereiten auf den Auszug des ältesten Nachwuchs. Ich habe das noch gar nicht richtig verknust. Da kann ich gar nicht mehr auf den Kleinen aufpassen oder helfen, wenn was nicht klappt. Gleichzeitig ist Wahlkampf und im Büro ist auch einiges zu tun. Bin groggy. Am letzten Wochenende waren wir mit vollbepackten Pferdeanhänger meiner Schwester unten in Siegen und haben die Wohnung eingerichtet.

Norrebo steht, Schreibtisch folgt.

Beim ersten Ikea-Möbel habe ich schon Hörnchen bekommen. Das Regal haben wir vor fast 20 Jahren gekauft und es stand lange im Wohnzimmer. Vor 1 1/2 Jahren haben wir es auf dem Dachboden eingelagert, leider aber keine Anleitung dabei gehabt. Beim ersten Zusammenstöpseln passten die Muttern nicht zu den Schrauben und ich wurde leicht ungehalten, weil die Wühlkiste leider 2 1/2 Stunden entfernt im Keller steht und Sonntags keine Baumärkte geöffnet haben. Internet sei Dank konnte das aber schnell geklärt werden.

Schlafen muss auch sein.

Nachdem der höhenverstellbare Schreibtisch montiert war, wurde das Bett in Angriff genommen. Ebenfalls von Ikea ging das recht unkompliziert über die Bühne. Das Kopfende einer andere Serie passt nicht so ganz zum Schlafmöbel und musste aufgrund der Platzverhältnisse auch leicht mit der Stichsäge bearbeitet werden, ist aber insgesamt ansehnlich und vor allen Dingen funktional geworden.

Tagewerk beendet.

Weil wir am Sonntag nicht mit elektrischem Gerät hantieren wollten, haben wir dann gegen 18 Uhr Feierabend gemacht und sind in die Stadt zum Essen gefahren. Bei “Brick & Burger” konnten wir uns sehr lecker stärken, bevor es wieder in die Wohnung zurück ging, um das letzte Triell vor der Bundestagswahl zu gucken. Mama und Papa durften im Kingsize-Bett übernachten und der Nachwuchs auf dem aufblasbaren Gästebett ;-)

Ich wollte nicht in die Wände dübeln.

Am nächsten Tag wurde noch ein Gimmick gebaut. Der Große möchte seinen Beamer mitnehmen und daher auch eine Leinwand montiert haben. Ich bohre aber nicht in die Wände der Mietwohnung. Also eine freistehende Rahmenkonstruktion basteln, an welcher Leinwand (und was sich sonst noch ergibt) hängen kann. Dazu hatten wir etliche Balken mit, die ich teilweise zu Hause auch schon vorbereitet hatte. Das Zusammenbauen der Bastelei nach dem Plan in meinem Kopf verlief reibungslos.

Fehlt nur noch die Technik.

Am Nachmittag waren wir mit den Bauarbeiten durch. Der Junge kann einziehen. Noch ein paar Vorhänge, den Rechner und Klamotten, dann ist es wohnlich. Es fällt mir immer noch sehr schwer, los zu lassen. Vier Stunden mit der Bahn, 2 1/2 Stunden mit dem Auto sind schon eine Entfernung, die man nicht einfach so zurück legt, um “gerade mal” etwas zu helfen. Aber andere Papas haben auch Kinder, die ausziehen. Ich glaube, der Junge ist deutlich weniger traurig oder angespannt, als ich. Mal sehen wie das ist, wenn er endgültig ausgezogen ist.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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