Verkleinerung des Rates

Sollte der Rat der Stadt Bad Oeynhausen von 44 auf 38 Sitze verkleinert werden, so spart die Stadt dadurch jährlich etwas über 24.000 Euro. Ich habe dagegen nichts. Trotzdem überlege ich kurz und erinnere mich an das letzte Jahr, in dem ein Defizit von nahe 20 Millionen als Zahl durch die Gegend geisterte. Es gehört nicht viel dazu, dann zu erkennen, dass man mit einer solchen Einsparung am Rat nicht die grundsätzlichen Probleme löst, die zu dem Defizit führen. Womöglich sogar im Gegenteil. Denn die, die an der Lösung der Probleme mitarbeiten sollen, werden in der Anzahl reduziert. Und wie heute in der NW richtig steht, trifft das besonders die kleinsten (noch) Fraktionen.

Die Reduzierung von 44 auf 38 erzeugt ein Sparpotenzial, welches allein schon durch maßvolles Handeln und Überlegen bei einzelnen – nur als Beispiel – Baumaßnahmen realisierbar ist. Die Borstenbachbrücke würde ursprünglich mit 80 TEUR Instandsetzungskosten angesetzt, auf 25 bis 35 TEUR lauteten die Angebote, die wir als Grüne Fraktion eingeholt hatten. 60 TEUR stand letztlich als Kostenfaktor erneut in der Presse. Eine einzige Maßnahme, bei der durch Vergleichen mehr eingespart werden kann, als durch die Reduzierung des Gremiums, welches solche Vergleiche anregen und durchsetzen soll? Wie gesagt, ich habe nichts gegen die Reduzierung, bin aber sehr, sehr skeptisch, ob das tatsächlich ein nachhaltiger Baustein auf dem Weg zur Kostenreduzierung ist.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

1 Kommentar zu „Verkleinerung des Rates

  1. Das ist auch meine Meinung.

    Weder die SBO, noch die Verwaltung, geschweige denn der für die Brücke zuständige Fahrradbeauftragte waren in der Lage durch ausgeführte, vergleichbare Brücken die Kosten enger zu fassen.

    Es gab wieder nur teure Architektenversionen, die total überdimensioniert waren.
    Nur durch Mithilfe des Rates kann Verwaltung sparen.

    Viele Grüße
    Rainer

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