Unerhörte Radler

Der Termin bei der Neuen Westfälischen am vergangenen Freitag hat gestern Früchte getragen. Ich hatte mit einem kleinen Beitrag im Lokalteil gerechnet und war umso erstaunter, als ich die Zeitung aufschlug und fast eine 3/4 Titelseite dem Thema Fahrrad und “Runder Tisch” gewidmet war. Sehr schön.

Auch inhaltlich passt der Artikel – ein paar kleine Verallgemeinerungen, die womöglich unumgänglich sind und eine Unrichtigkeit im letzten Absatz. Ist aber kein Bein ab, die Grundrichtung passt schon. War ein angenehmes Gespräch in den Redaktionsräumen und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Auf die Mängelliste im gesonderten Kasten wurde ich mehrfach angesprochen. Das ist sicher etwas unglücklich. Wenn das Bad Oeynhausens ärgste Mängel wären, dann hätten wir hier keine Probleme ;-) Einige der dort erwähnten Punkte waren mehr “vorbildlicher Natur” gedacht, wie z.B. das Mißverhältnis der KFZ- zu den Fahrradstellplätzen am Rathaus. Im Artikel selbst sind aber schon ein paar Punkte genannt, die kritisch sind und etliche andere sind dokumentiert.

Resonanz habe ich in erster Linie Positive bekommen. Teilweise mit Abstrichen, aber es ist klar, dass man niemals in allen Punkten einer Meinung sein kann. Und gerade beim Weserradweg ist das schwierig. Klar ist der eng und natürlich wäre es super, wenn er verbreitert würde! Nur vor dem Hintergrund, dass wesentlich relevantere Probleme, die mit deutlich weniger Geld zu beheben wären aufgrund von (angeblichem) Geldmangel nicht abgestellt werden, ist der Ausbau eben sehr fragwürdig.

Eine öffentliche Reaktion gab es heute auch schon, leider schien mir dabei der Artikel nicht richtig gelesen worden zu sein. Einige Dinge sind tatsächlich und nachlesbar genau andersherum gesagt worden :-) Sei’s drum. Uns ging es darum, auch in der Zeitung einmal darzustellen, dass die von der Stadt durchgeführten Maßnahmen sich eben nicht in allen Punkten mit den Hinweisen des Runden Tisches decken bzw. teilweise sogar genau gegenteilig sind.

Am 29.05. wird nun über den (am Runden Tisch bereits vorformuliert herum gegebenen) Bürgerantrag entschieden und danach hoffentlich die Stelle des Fahrradbeauftragten zügig eingerichtet und besetzt, sowie die Aufstellung eines Radverkehrskonzeptes beschlossen. Letzteres bitte unter Einbeziehung der Teilnehmer des Runden Tisches. Und zwar nicht nur als Ergebnisempfänger, sondern als Berater und Unterstützer.

Der Artikel in der NW.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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