Motortechnica Museum Bad Oeynhausen

Strahlender Sonnenschein, Sonntag, nichts vor. Ideale Voraussetzungen für einen Ausflug. Ich hatte eigentlich schon die Saurierspuren bei Melle als Ziel auserkoren, als der Junge die Treppe hoch kam und sagte, er wolle zu den alten Autos. Keine Ahnung wer ihm den Floh ins Ohr gesetzt hat, aber schnell “Ja” sagen, bevor er es sich anders überlegt. Mit dem Fahrrad ist das Museum nur einen Katzensprung entfernt und es ist auch sicher schon 10 Jahre her, dass ich zuletzt dort war.


Viele, viele alte Schätzchen zu bestaunen …

Dementsprechend war es auch für mich quasi Neuland, welches wir betraten. Schon in der ersten kleinen Halle freute ich mich wie ein Schneekönig über die alten Schätzchen. Auch wenn ich zu keinem der Exponate eine besondere Beziehung habe, finde ich alte Technik einfach klasse. Besonders wenn sie so gut in Schuß ist. Herrlich!


Technikhalle: bunt gewürfelt

Viele der Ausstellungsstücke sind in einem guten und unrestaurierten Zustand. Das ist mir am liebsten. So blitzblank glänzende Oldtimer kann ja jeder hinstellen. Nicht dass mein Roller schon einer wäre, aber zerlegt, neu lackiert und wieder zusammengebaut geht doch irgendwie die Geschichte flöten. Das passiert im Motortechnica-Museum nicht.


Da blutet das Herz! Unrestaurierter Mercedes.

In einer Halle – die wahrscheinlich aus gutem Grund unbeleuchtet war – wurde das mit dem “Original” ganz schön übertrieben. Bei sowas werde ich dann fast traurig, die armen Autos und Motorräder! Schade dass das Licht aus war (und wir keinen Schalter gefunden haben). Mein Blitz reichte nicht immer aus, um die Halle zu beleuchten.


Noch einen zweiten gefunden … Glück gehabt.

Ein paar Meter weiter gab es dann aber doch noch ein deutlich beseres Exemplar – wenn auch nicht als Cabrio – zu bewundern. Und das ist schon fast ein herkömmiches Auto, neben den Amphicars, den alten Isettas oder Ro 80. Ganze Galerien mit Motorrädern und Rollern und eine Empore, auf der eine am Boden zerschellte Ju 88, bzw. dass was von ihr übrig blieb, ausgestellt ist. Diese Schrotthaufen waren nicht nur für Tim interessant.


Think big.

Interessant auch der Jahresvergleich. Die Corvette, die mit ihren 425 PS angeblich 275 Km/h schnell ist, wurde 2 Jahre vor dem ebenfalls ausgestellten NSU-Prinz gebaut.


Kein Prinz, aber auch von NSU: der Wankelspider

Wenn der kleine Junge mal Lust hat, können wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dahin fahren. Zum Schluß wurde er dann doch etwas quängelig … 1 1/2 Stunden Autos gucken nervt dann in dem Alter doch. Schade, dass dort so wenig los ist! Das Museum verdient echt mehr Besucher bei der Anzahl der ausgestellten Stücke. Und mit den Einnahmen können vielleicht auch ein paar der Schätzchen gerettet werden – oder der Laden selbst.

Also: besuchen kommen!

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