FDP will Werredeiche erhöhen

Mit der Ratspost am Freitag erreichte die Ratsmitglieder ein Antrag des FDP-Ratsmitgliedes zum Deichlückenschluss in Werste. Dieser war bis vor etlichen Monaten geplant, wurde dann aber wegen der anstehenden Renaturierung des Sielwehrs unter anderem vom Werre-Wasserverband – der Institution, welche im übrigen genau für den Hochwasserschutz an der Werre zuständig ist – als nicht mehr notwendig angesehen. Auch auf eine geplante Erhöhung der Deiche kann verzichtet werden, da im Zuge des Abbaus des Sielwehres auch der Wasserpegel in Höhe des Wehres um ca. 1 Meter gesenkt werden wird. Weiterhin wird die Sohle erhöht, was ingesamt der Fließgeschwindigkeit zu Gute kommt.

Steht hier alles schon im Blog. Durch die Erweiterung des Flussbettes werden außerdem Überflutungsflächen geschaffen, die ein sehr effizienter Hochwasserschutz sind. Genau das, was der BUND auch angesichts der aktuellen Unwetter fordert. Und dann benötigt man schlicht und ergreifend keine höheren Deiche mehr.

All das sollte auch der FDP bekannt sein, immerhin ist der Vertreter deutlich länger im Rat vertreten als ich und müsste die entsprechenden Unterlagen und Gutachten kennen. Aber man kann das natürlich auch ignorieren und einfach mal fordern, Geld für höhere Deiche auszugeben, statt die Ursachen für das Hochwasser zu beseitigen. Klar kann man den Planern vorwerfen den Deichlückenschluss abgelehnt zu haben … nur stimmt das halt nicht: Umweltausschuss vom 01.10.2014: Anlässlich der Sitzung vom 11.02.2014 wurde dem Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Hochwasserschutz mitgeteilt, dass die Bezirksregierung Detmold aktuelle Abflusswerte für das Bemessungshochwasser der Werre festgelegt hat. Auf der Grundlage dieser Abflusswerte hat dann die Planung der Deiche bzw. der Hochwasserschutzanlagen insgesamt zu erfolgen.

Es wurde erläutert, dass die aktuellen Abflusswerte im Vergleich zu den bisher festgesetzten deutlich geringer ausfallen und mitgeteilt, dass die zu errichtenden Hochwasserschutzanlagen daher voraussichtlich in geringer Dimensionierung oder geänderter Form errichtet werden können. In diesem Zusammenhang wurde die nach den vorliegenden hydraulischen Berechnungen diesbezüglich günstige Wirkung der in der Planung befindlichen Umgestaltung des Sielwehres (Variante 2) vorgestellt.

Der aktuelle Sachstand einschließlich des mit den Genehmigungs- und Zuwendungsbehörden abgestimmten weiteren Vorgehens wird während der Sitzung erläutert.
Und die FDP muss auch keine Angst haben, für “Nachlässigkeiten des Rates” verantwortlich gemacht zu werden. Sie darf ja ganz normal mitarbeiten!

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