Baustellenbeschilderung an der Flutmulde

Ich bin im Büro auf dem Flur bereits angesprochen worden, ob ich denn gar nichts zu der Beschilderung der halbseitigen Sperrung der Flutmuldenbrücke schreiben wollte. Freut mich ja, dass hier gelesen wird ;-) und natürlich hatte ich zu dem Zeitpunkt die Sache auch schon im Bild fest gehalten. Wollte aber ausnahmsweise mal bis zum Ausschuss für Stadtentwicklung warten, und das Thema dort als öffentliche Anfrage stellen.

Das hier ist nur beispielhaft. Wo immer eine Sonder-/Baustellenbeschilderung für den Kraftverkehr eingerichtet wird, müssen alle anderen darunter leiden und werden in Gefahr gebracht. Hier wurde oben an der Mindener Straße kurzerhand der Gehweg komplett blockiert. Das führt zu unschönen Begegnungen auf dem Radweg. Hauptsache den KFZ auf der Fahrbahn steht nichts im Wege!

Noch dämlicher ist allerdings diese Aufstellung. Direkt neben der Parkbucht steht das 30 Km/h-Schild auf dem Radweg. Dort kann es von der Fahrbahn auch noch besonders schlecht gesehen werden, da von der Mindener Straße kommend, Bäume im Weg sind. Ich habe die Straßen-NRW-Arbeiter direkt angesprochen und hatte ein wirklich lustiges Gespräch. Ich verstehe ja das Dilemma der beiden, aber auf dem Radweg hat die Beschilderung nichts zu suchen. Und sie behaupteten steif und fest, man dürfe die Schilder nicht in Parkbuchten stellen. Bullshit. Genauso schlecht ist auch die Platzierung der Ampel: ebenfalls auf dem Radwegteil der Flutmuldenbrück. Noch dazu nicht reflektierend. Sehr schön.

In Gegenrichtung stehen die Schilder keinen Deut intelligenter. Neben leeren Parkbuchten. Und selbst wenn die Schilder in den Parkbuchten stehen würden, könnte man dort immer noch parken. Nur eben ein KFZ weniger. Aber es ist eben auch eine Sonderbeschilderung. Und da schränkt man doch besser den ruhenden Verkehr ein, als dass man dem fließenden Verkehr Hindernisse in den Weg stellt, Engpässe schafft und Gefahrensituationen provoziert.

Ich habe über eine Woche gewartet. Es hat sich an der Situation nichts geändert. Entweder hat man also nicht von entsprechender Stelle die Sonderbeschilderung abgenommen, oder man fand es so in Ordnung wie es ist. Ich weiß nicht, welche der beiden Alternativen ich schlimmer finden soll.

Jedenfalls habe ich letzten Donnerstag darum gebeten, den Mangel abzustellen. Freitagnachmittag ist noch nichts geschehen … und wenn ich meine Erfahrungen der letzten Umleitungsbeschilderungen auf diesen Fall übertrage, dann wird auch nichts passieren. Bis es mal kracht …

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Ein Kommentar zu “Baustellenbeschilderung an der Flutmulde
  1. Anonymous Engineer sagt:

    Radweg? Ich sehe dort keinen Radweg. Dieser muß bei Ausführung als getrennter Geh- und Radweg min. 1,50 m breit sein. (Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung). Ein Schild macht noch keinen Radweg und daher kann dort auch keine Benutzungspflicht existieren. Es ist schön, daß Straßen NRW diese Ansicht teilt und diese undefinierte Fläche für sinnvolleres nutzt.

    Mein Highlight ist aktuell der linksseitige, gemeinsame Zweirichtungsradweg an der Bergkirchener Straße in Löhne. Mindesbreite muß 2,50 m betragen (*lol*), an den Einmündungen muß auf Radfahrer aus zwei Richtungen hingewiesen werden (*lol²*) und es dürfen auch nur wenige Einfahrten vorhanden sein (*lol³*). Alles Bedingungen aus der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung und nichts davon ist erfüllt. Es ist aus meiner Sicht (bin meistens mit dem Auto unterwegs!) sicherlich nicht übertrieben in einem solchen Fall (Schulweg) von kriminellem Verhalten Seitens der Behörde zu sprechen.

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