Parken am Sielbad in Bad Oeynhausen

Gestern habe ich mit dem Fahrrad eine kleine Parkhausrunde in Bad Oeynhausen gemacht, um die Auslastung an einem sonnigen Wochenende kurz nach Mittag zu sehen. Nun, sie waren alle leer. Trotzdem fußläufig im Parkhaus ZOB reichlich Parkplätze frei waren, parkten aber Menschen im Halteverbot direkt vor dem Sielbad.

Wird schon kein Bus kommen!

So richtig verstehen kann ich das nicht. Meistens sind die Menschen, die in ein Freibad gehen durchaus in der Lage, mal ein paar hundert Meter – mehr sind es nicht zum ZOB – zu gehen. Heute in der Mittagspause wollte ich schauen, wieviele hundert Meter das nächste Parkhaus, der Sültebusch, fußläufig entfernt ist.

Stellt sich raus, es sind 530 Meter. Nicht unbotmäßig, wie ich finde. Ich bin die Strecke in ganz knapp unter 7 Minuten gegangen, habe mich aber bewusst nicht beeilt und wurde auch von einem jungen Mann, der just diese Strecke nutzte um ins Freibad zu gehen, locker abgehängt. Vom Parkhaus ZOB sind es nur 350 Meter! Wir stellen also ausreichend nahen Parkraum zur Verfügung. Die Menschen nutzen ihn aber nicht. Einmal aus Beqeumlichkeit und zum anderen, weil sie auch nirgends darauf hingewiesen werden. Ja, über 600.000 Euro für ein Parkleitsystem haben auch mich (ein wenig unwillig) dazu veranlasst, das System in der letzten Stadtratssitzung abzulehnen, aber etwas Günstigeres muss auf jeden Fall her. Freie Plätze anzeigen und gut ist. Warum das pro Monat vierstellige Beträge kosten soll … nunja.

Runter vom Geh- und Radweg

Wie dem auch sei, die Stadt täte jetzt gut daran, den Anfängen zu wehren und dem wilden Parken konsequent einen Riegel vorzuschieben. Heißes Wetter hin, gerade eröffnet her. Das ist ein in beide Richtungen benutzungspflichtiger, kombinierter Geh- und Radweg! Ja, ich würde auch die Fahrbahn nutzen, aber mein achtjähriger Sohn bitte noch nicht. Warum hat da nicht gleich jeder ein Ticket am Scheibenwischer? Und die Deppen auf dem Gehweg bitte auch gleich mit Behinderung und einem Punkt in Flensburg! Von der Stelle aus sind es übrigens knapp 250 Meter bis zum Eingang. Mit 100 Meter mehr Fußweg hätte man einen sehr kühlen Stellplatz in der Tiefgarage im ZOB!

Zufällig blitzte die Polizei in Gegenrichtung der Mindener Straße und auf dem Weg zurück ins Büro kam ich direkt daran vorbei. Habe mich für die Arbeit bedankt, auf die Klappenauspuffanlagen am Abend hingewiesen und gefragt, ob man den Mehrzweckstreifen so eigentlich zum Parken nutzen dürfe. Der Beamte meinte eher nicht. Auf dem Geh- und Radweg schon mal lange nicht. Nun denn Ordnungsamt, dann mal los!

Wenn sich das so etabliert, dann stehen die Autos in ein paar Jahren nämlich auf dem dort angelegten und (womöglich extra bunt markierten) Radschnellweg und gucken groß, wenn man dort lang möchte. Jetzt anfangen das zu verhindern!

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*