Winterdienst an der Eidinghausener Straße

Heute morgen habe ich mein Bergamont in die Werkstatt gebracht – der bestellte Steuersatz ist endlich da und soll eingebaut werden. Zurück habe ich den Weg in den Dörgen per Pedes zurück gelegt. Und ich hatte eine Kamera dabei.

Es ist noch nicht der 21. Dezember, das bedeutet, wir sind noch im Herbst. So richtig fies Schnee ist auch noch nicht vom Himmel gekommen und trotzdem habe ich mich auf der Fahrt in die Innenstadt geärgert und bin trotz Benutzungspflicht des Radweges auf der Fahrbahn gefahren. Mein Leben ist mir halt wichtiger als die Verkehrsregeln. Anderen Leuten offenbar nicht.

Die Einmündung der Steinstraße in die Mindener Straße. Die Kurve ist nicht geräumt. Wie man an den Fahrspuren sehen kann, wenn man an der Stelle steht, parken – wie immer – reichlich Autos auf dem Radweg. Ist das der Grund, warum dort niemand räumt?

Die Autovermietung gegenüber kümmert sich um Autos. Wahrscheinlich ist deshalb der Radweg davor voller Schnee und Schlacker.

Das abschüssige Stück der Eidinghausener Straße kurz hinter der Mindener Straße. Ein schmaler Streifen ist frei, weil so viele Leute dort gehen und Rad fahren. Ich habe auch Spuren eines Räumfahrzeuges gesehen. Was es dort gemacht hat, konnte ich nicht so recht nachvollziehen.

Vor der ehemaligen Leiter: das ist nicht nur Schlacker, das ist Eis. Unangenehm zu befahren.

Auf Brücken ist es bekanntermaßen besonders glatt, weil sie so frei im Wind stehen und auskühlen. Es erschließt sich mir nicht, warum man hier nicht ordentlich räumen kann.

Es scheint tatsächlich mal ein Räumfahrzeug hier gewesen zu sein. Nur leider reicht einmal nicht – wie man sieht. Die bauliche Trennung zwischen Rad- und Gehwegteil besteht aus einem Kantstein. Rechts und links davon sind Platten und Asphalt teilweise abgesackt. Dieses Konstrukt liegt genau in der Mitte des schlecht geräumten Weges. Super zu befahren! Die Fahrbahn der Eidinghausener Straße ist übrigens komplett schneefrei. Wir haben ja auch keinen Tiefwinter!

Die Flutmuldenbrücke. Letztes Jahr bin ich hier auf Eis gestürzt. Warum Eis dort war, kann man dieses Jahr wieder sehen.

Das es irgendwie möglich sein muss, den Weg zu räumen, zeigen einige Anlieger. Und ich nehme an, Straßenreinigung und -pflege ist nicht deren Kernkompetenz.

Muss ich nichts zu sagen, oder? Benutzungspflicht und dann der Zustand. Und es taut! Wir haben keine Extremwetterlage.

Als ich die Werster Straße querte, fuhr dieser Senior auf dem Rad an mir vorbei und nutzte – wie ich vorher auch – die Fahrbahn. Es ist nicht so, dass ich ein verrückter Spinner bin. Radfahrer können solche Wege nicht befahren. Und es gibt putzigerweise Radfahrer. Wie das dann aussieht, sieht man auf dem Bild. Der Lastwagen hat ziemlich gedrängelt und auch knapp überholt. Trotzdem hat der Radfahrer alles richtig gemacht, ich würde auch nicht die Eispiste benutzen.

Die Stadtwerke sind dann auch noch dran vorbei gefahren ;-)

Auch hier sind Spuren eines Räumfahrzeuges zu sehen. Was dieses gemacht hat bleibt ein Geheimnis.

Hier noch die Einmündung des Dörgen in die Eidinghausener Straße. Man kann bei dem Wetter schön sehen, wo die Autos zum Abbiegen entlang fahren. Immer dann, wenn schon ein oder zwei KFZ zum Linksabbiegen an der Kreuzung stehen. Wenn man dann rechts ab möchte, ist warten wirklich zu viel verlangt!

Ich weiß, dass die Anlieger die Wege räumen sollen – die Stadtwerke verteilen fleissig entsprechende Flyer. Einige tun dies sehr gut, einge mäßig und manche gar nicht. Wir wohnen hier ziemlich glücklich an einem Wendehammer ohne Gehweg und ohne Durchgangsverkehr, ich habe gut reden. Allerdings sind auf den Rad-/Gehwegen der Eidinghausener Straße auf beiden Seiten Spuren von Räumfahrzeugen zu sehen. Warum trotzdem die Wege in dem Zustand sind, in dem sie sind, kann ich nicht verstehen. Das ist ein Hauptschulweg und es sind noch keine Ferien. Das der Schnee aktuell beherrschbar ist, zeigen einige Stellen – die sind frei.

Grundsätzlich stellt es sich für mich aber so dar, dass ein ziemliches Desinteresse an der Räumung von Wegen für Fußgänger und Radfahrer zu herrschen scheint. Das was ich da heute morgen gesehen habe, ist angesichts der Witterung eine Frechheit! Und dabei meckere ich nur deshalb, weil die Wege benutzungspflichtig sind. Ich muss dort fahren. Das ist der Punkt. Von solchen Wegen haben wir in Bad Oeynhausen glücklicherweise immer weniger, aber wenn ich von der Stadt gezwungen werden in so einer Klappscheiße zu fahren, dann darf ich mich darüber auch zu Recht aufregen.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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