Der Riemen ist gerissen

Seit vielen, vielen Jahren habe ich einen Tacx Rollertrack im Keller stehen, den ich mal von einem ehemaligen Kollegen geerbt habe. Ich bin sogar ein paarmal darauf gefahren, aber so richtig Spaß macht das nicht. Sehr stupide und ich kann dabei auch nicht gut Fernsehen, weil es eben ein Rollentrainer ist, auf dem das Fahrrad völlig frei steht.

Pätsch – Gummi gerissen
Aber da ich in den letzten drei Monaten praktisch gar keinen Sport gemacht habe, mein Bauch dementsprechend aussieht, ich mich auch so fühle und es mir draußen einfach zu feucht ist, um aus Jux duch die Gegend zu fahren, habe ich das Teil eben aufgebaut. Hatte ich schon länger vor und darum auch einen kleinen Geschwindigkeitssensor für die Radnabe gekauft, den ich mit dem Garmin Edge 520 koppeln kann. So ganz ohne Daten mag ich nicht stumpf auf dem Rad sitzen und auf den Teppich gucken. Da will ich dann auch noch was davon haben. Alles zusammengestöpselt, kurze Buxe an und rauf auf die Rolle. Klappte noch!

Der Bauch schupperte zwar an den Oberschenkeln, aber ich bin langsam in Fahrt gekommen und nach etwas über 10 Minuten tropfte dann auch der Schweiß von der Stirn auf den Kellerboden. Eine halbe Stunde hatte ich mir vorgenommmen … konnte das aber leider nicht zu Ende bringen. Mit einem leisen “Pätsch” hat sich der jahrzehntealte und schon etwas mürbe Riemen zwischen der hinteren und der vorderen Rolle in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Und ohne drehendes Vorderrad kam ich noch weniger mit dem Ding klar. Habe schon einen neuen Gummi bestellt! Es fing gerade an, dass ich ein leichtes Grinsen ins Gesicht kriegte. Verdammt!

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5 Comments on “Der Riemen ist gerissen

  1. Mit ‘ner Rolle könnte ich nix anfangen; das hat für mich einfach nix mit Radfahren zu tun. Man muss sich m. M. n. auch trotz eher widriger Bedingungen einfach konsequent raus in den typisch-mitteleuropäischen Siffwinter begeben, sein Programm abspulen und dem inneren Schweinehund den Stinkefinger zeigen. Außer bei Dauerregen fahr ich immer. Heute konnte ich auch 2 der 3 nennenswerteren Schneeregenschauer in einem Bushäuschen abwarten.

    Wundert mich – du bist doch beim “MdRzA” auch nicht so zimperlich…!? Wie sagte Udo Bölts damals so schön zu Jan Ullrich: Quäl dich, du Sau! ;)

    • Ich habe einen glücklicherweise extrem kurzen Arbeitsweg (ja, bei uns in der Stadt fahren diese Strecke schon üer 60% der Menschen mit dem Auto) und dann stört mich das bisschen Wasser nicht so sehr.

      Außerhalb von #mdRzA rumfahren ist für mich aber Entspannung und Ausruhen – auch wenn es bergauf geht – und da stehe ich dann nicht so auf nasse Klamotten. Egal ob die Regenjacke dicht ist.

      Außerdem bin ich froh, dass die seit fast vier Wochen chronisch dichte Nase endlich etwas frei ist und da habe ich zusätzlich keine Lust, mir wieder was einzufangen. Üblicherweise bin ich in den letzten 1 1/2 Monaten aus dem Büro gekommen und habe mich fast ansatzlos ins Bett gelegt.

      Nein, ich muss mich in meiner Freizeit nicht quälen :-)

    • Ach, so ist das. Man härtet natürlich auch gesundheitlich ab, wenn man öfters und länger draußen ist. Da reichen die paar Meter ins Büro glaube ich noch nicht wirklich für… ;)

      Ich mache es den Viren auf jeden Fall sehr schwer; wirklich krank (in Form einer schweren Erkältung) war ich in den letzten 15 Jahren vielleicht über 2 Wochen. Und selbst da bin ich (gemäßigt) gefahren.

    • Achso, wenn man kein oder zu wenig Fahrrad fährt, ist man bei einer Erkältung selbst Schuld? Das mit der Erkältung habe ich nie verstanden. Einige Kollegen, die nie mit dem Fahrrad kommen, habe ich noch nie verschnupft gesehen … ich habe das regelmäßig. Liegt womöglich auch am Heuschnupfen, da die Schleimhäute eh angegriffen sind.

      Und wenn man Kinder im Kindergarten hat, kann man gar nicht soviel Fahrradfahren, wie die Viren ins Haus getragen werden.

      Ich habe schlicht keine Lust, bei Regen zum Spaß Fahrrad zu fahren. So einfach ist das.

    • Hmmm… mach dich mal locker…! So oft regnet es nach deinen Statistiken doch gar nicht…!? ;)

      Ja, ich fahre natürlich auch lieber bei “schönem” Wetter. Ich lasse mich von “schlechtem” aber halt auch nicht groß davon abhalten. Denn auch das kann Spaß machen und hat auch seine ganz eigenen Reize.

      Aber jeder so, wie er mag.

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