ThinkPad E325 vs. T431s

Der Vergleich ist ein wenig wie Äpfel mit Birnen, sind es doch zwei völlig verschiedene Laptopklassen, die hier nebeneinander auf dem Tisch stehen. Das E325 habe ich mir vor drei Jahren gekauft und bin seitdem sehr zufrieden damit. Zwischenzeitlich habe ich die interne Festplatte gegen eine SSD ausgetauscht und mich über den Geschwindigkeitsgewinn gefreut. Selbst mit dem extrem lahmen AMD-Prozessor lief das ThinkPad damit ordentlich. Allerdings hatte ich immer häufiger den Wunsch nach etwas schnellerem, wenn ich an dem E325 etwas gemacht habe. Sei es die gelegentliche Bearbeitung von Bildern, schreiben von Texten oder auch nur Surfen im Netz. Es ist halt immer eine Gedenksekunde zu warten, bevor das Lenovo in die Puschen kam. Darum war ich hocherfreut, als die Frau neulich mal vom Nebensofa meckerte, dass ihr olles MEDION® AKOYA® Mini zu langsam sei. Das Netbook haben wir vor 7 Jahren angeschafft und ich habe es mit mehr RAM und einer SSD immer wieder über die Runden gerettet. Allerdings sind 1.024×600 Pixel nicht viel und der Single-Core Atom-Prozessor echt noch gemächlicher als der AMD in meinem Lenovo. Wie gesagt, die Frau wollte es so.

Links Lenovo ThinkPad T431s und daneben ein ThinkPad E325
Links Lenovo ThinkPad T431s und daneben ein ThinkPad E325
v Ich musste quasi nach einer Ersatzbeschaffung Ausschau halten. Mehr als 450 € wollte ich nicht ausgeben, das Display sollte matt sein und nicht größer als 14 Zoll und es sollte ein Trackpoint verbaut sein. Ich mag keine Touchpads! Ehrlich gesagt ist die Luft mit den Vorgaben extrem dünn. Um nicht zu sagen: es gibt nix! Darum hat es auch wirklich ein paar Wochen gedauert und ein Hochschrauben des Limits erfordert, bis ich fündig geworden bin. Und das noch nicht einmal bei Neuware, sondern einem Vorführgerät. Dafür habe ich nun ein ThinkPad T431s. 14 Zoll, matt, Core i5, 4 Gigabyte RAM und Trackpoint. Kostete leider 100 € mehr als das ursprüngliche Limit. Fühlte sich aber schon ausgeschaltet nach dem Auspacken besser an!

Flacher als das E325, leichter und schicker. Sehr schön. Nach dem Einschalten installierte sich erstmal Windows 8, dem ich beschlossen hatte, eine Chance zu geben. Das ging fix von der Hand und nachdem ich einen Startmenü-Ersatz installiert hatte, stand dem Ausprobieren auch nichts im Wege. Ja, das Teil ist wesentlich flotter als mein altes Notebook! Das Display hat statt der üblichen Billigauflösung mit 1366 x 768 Pixeln ein schickes 1600 x 900 Pixel Display und ist sehr schön hell. Die F-Tasten sind mit F-Tasten belegt und nicht andersherum (und mussten auch nicht erst so konfiguriert werden – was beim E325 auch nie richtig geklappt hat) und der Trackpoint reagiert gewohnt geschmeidig. Die Tastatur ist ein wenig härter im Anschlag, erscheint dafür präziser. Lediglich das Touchpad mit den “Tasten” ärgert mich. Es ist aus Glas und in Gänze eine Taste. Damit kann ich Objekte ziehen und anklicken. Ein leichter Tipp reicht allerdings auch.

Wirklich doof ist aber, dass Lenovo den Trackpoint-Benutzern durch das Weglassen der Hardwaretasten am oberen Touchpadrand das Leben unnötig schwer macht! Bei E325 konnte man leger den Zeigefinger auf dem Trackpoint haben und mit dem Daumen der gleichen Hand die linke, rechte und mittlere “Maus”taste bequem bedienen. Waren halt richtige Tasten. Beim T431s sind es Touchflächen mit unzureichender haptischer Erkennungsmöglichkeit, die zu allem Überfluss auch noch zu weit auseinander liegen, um sie bequem mit dem Daumen zu bedienen. Das ist echt Dreck! Dafür erwische ich mich häufiger dabei, das Touchpad zu benutzen. Das funktioniert erstaunlich gut, ersetzt aber immer noch nicht den Trackpoint. Wahrscheinlich ist mein Verhalten bewusst von Lenovo gesteuert. Trackpoint Scheiße machen, damit sich die Leute notgedrungen an das Touchpad gewöhnen und man in Zukunft ganz auf den roten Stick verzichten kann :-(

Ich hatte noch eine 120 Gigabyte SSD rumliegen, die ich auch umgehend in das T431s eingebaut habe. Der Krach, welchen die eingebaute herkömmliche Festplatte machte, konnte man ja nicht aushalten. Außerdem kamen noch zusätzliche 8 Gigabyte Ram in den Rechner, der nun mit 12 Gigabyte voll ausgebaut ist. Und ja, er ist deutlich schneller. So macht das Spaß. Mission erfüllt.

Das E325 habe ich für die Frau aufgeräumt, damit das Akoya-Mini weg in die Küche zum Rezepte anzeigen kann. Und was soll ich sagen, da mache ich mir die ganze Mühe, gewöhne mich extra und ohne Not an ein neues Laptop und die Frau hat ihr “neues” Gerät noch nicht einmal in der Hand gehabt! ;-)

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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