Den ganzen Tag auf der Autobahn

Heute morgen früh wach geworden und nach einem Blick aus dem Fenster gefreut, dass es wohl doch Frühling werden könnte. Ein bisschen Sonnenschein macht ja zur Zeit schon fast einen Sommer. Den Yeti hatte ich vorgestern voll getankt, weil ich heute mit einem Kollegen nach Düsseldorf zu einigen Werbeveranstaltungen Fachvorträgen fahren wollte. Zwei Stunden sagte gestern abend Google-Maps voraus und darum dachten wir 7:30 Uhr Abfahrt würde ausreichend sein, um um 10 Uhr im Saal zu sitzen. War aber nicht so.

Als ich vom Hof rollte, behauptete das Garmin bereits, es würde irgendwas um viertel vor 10 werden. Nachdem kurz vor dem Ruhrgebiet erst starker Schneefall und dann sehr langsamer Stau einsetzte, rückte die Ankunftszeit immer mehr nach hinten. Wir sind dann am Rheinufer auch noch akurat an der Einfahrt zum Parkplatz vorbei gefahren, mussten einen Ehrenrunde drehen und sind mit ca. 20 Minuten Verspätung im Saal gewesen. Wir waren nicht die Letzten.

Die Vorträge selbst fand ich mittelinteressant, wobei der Nachmittag deutlich besser war. Einige Neuerungen wurden vorgestellt, die meinem direkten Arbeitsbereich betreffen und die ich richtig gut fand. Dazwischen gab’s sehr aufwändiges Essen in beeindruckender Kullisse. Zum Abschluss hat Johnny Häussler von Spreeblick.de einen unterhaltsamen und zum Ende auch nachdenklichen Vortrag über die Entwicklung des Social-Net und dem was dort passiert gehalten. Das danach noch angebotene “Socializing” haben wir zu Gunsten der Rückreise ausfallen lassen und saßen um 16:45 Uhr im zugeschneiten Yeti. Das darf doch nicht wahr sein, so ein scheiß Wetter.

Auf der Autobahn versprach das Garmin eine Ankunftszeit von kurz nach 19 Uhr, korrigierte diese Angabe aber sehr schnell immer weiter nach hinten. Bis wir um Essen rum zum Stilstand kamen und nach einiger Zeit vom Navi auf eine Umleitungstour durch die Innenstadt geleitet wurden. Zu einer Autobahnauffahrt weiter nördlich – die gesperrt war! Ich hatte einen leicht erhöhten Puls. Glücklicherweise war die Umleitung gut zu finden ausgeschildert und auch recht kurz. Direkt nach dem wir wieder auf der Bahn waren … standen wir auch schon. So ein Mist!

Irgendwann verdünnte sich der Verkehr aber und wir konnten mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 120 nach Hause juckeln, je nach Dichte des Schneefalls. Ey, morgen ist Frühlingsanfang. Das alles führte dazu, dass wir erst um kurz nach 20 Uhr zu Hause waren. Über 3 Stunden für eine normalerweise in 2 Stunden zu bewältigende Strecke. Und die letzten 2 Stunden davon mit doofen Kopfschmerzen gefahren. Nein, das war nicht durchgängig Spaß heute. Bin etwas müde. Nacht.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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