Fahrradkontrollen zum wiederholten Male …

Warum man unbedingt die Radfahrer kontrollieren muss, wurde mir letztlich bereits mitgeteilt. Die entsprechenden Pressemeldungen lesen sich immer gleich. Zuletzt am 27.11. für den Bereich Minden. Dort wurden auch noch einmal die mir genannten Zahlen wiederholt. 42% der Unfälle mit Fahrrad fahrenden werden durch diese selbst verursacht … die anderen 58% – weit mehr als die Hälfte – aber nicht. Und auch dass die Radfahrer die zweitgrößte Gruppe der verunfallten Verkehrsteilnehmer stellen, verwundert nicht. Interessant ist das Verhältnis: 108 verletzte Radfahrer gegenüber 549 verletzten Autofahrern in 2013. Das finde ich beachtlich, da doch die Autofahrer im Fahrzeuginneren deutlich besser geschützt sind, als die Radfahrer, bei denen regelmäßig erwähnt wird, dass sie keine Knautschzone haben. Irgendwie will mir angesichts dieser Zahlen nicht in den Kopf, dass gerade Radfahren übermäßig gefährlich ist oder diese Gruppe besonders zum Unfallgeschehen beiträgt – eher im Gegenteil. Aber sei’s drum, diese Verkehrsteilnehmer werden kontrolliert.

In Bad Oeynhausen am Anfang dieser Woche und natürlich wurde das Benutzen des Radweges in die falsche Richtung bemängelt. Ja, das ist wirklich super scheiße und gefährlich. Ja, liebe Polizei, es ist immer noch vielfach so vorgeschrieben und euren Vertrauensgrundsatz, auf den die Autofahrer eurer Meinung nach setzen, könnt ihr deshalb getrost vergessen! Ganz besonders gelungen finde ich übrigens diesmal die “Radfahr-Szene”, die vom Presseberichter der Ordnungshüter – meiner Wahrnehmung nach – das erste Mal so genannt wurde. Klasse, dass man eine Verkehrsart bei unseren Freunden und Helfern jetzt in eine “Szene” drängt und es nicht mehr als die stinknormalste Sache der Welt ansieht.

Beim Thema Rad- und Gehwegnutzung im Zusammenhang mit Gefährdung ist mir in den letzten Tagen übrigens das hier aufgefallen … wird aber von der Polizei nicht so regelmäßig (ich schreibe das mal positiv) angeprangert.

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