Radstation repariert gut

Die neue Radstation
Ich fahre fast jeden Morgen an der Radstation im Bahnhof Bad Oeynhausen vorbei. Liegt an einer der Strecken zum Büro. Und natürlich weiß ich seit Jahrzehnten, dass die auch Fahrradreparaturen durchführen. Aber aus Gründen die ich selbst nicht benennen kann, habe ich für die Dinge, die ich selbst nicht hinbekomme – zum Beispiel Speichen einziehen und Felgen zentrieren – immer einen “richtigen” Fahrradhändler aufgesucht.

Wahrscheinlich weil ich für meine Größe viel zu schwer bin, verabschieden sich bei meinem Bergamont mit den schmalen 28-Zoll-Felgen regelmäßig Speichen und die Felge hat in der Folge einen leichten Seitenschlag. Wenn ich schon jeden Morgen an einer Werkstatt vorbei komme und danach keine 10 Minuten mehr zu Fuß ins Büro habe, kann ich doch eigentlich das Rad auch dort abgeben, oder? Dachte ich mir und habe in der mittagspause nachgefragt, ob auch Felgen zentriert werden. Ja sicher, klar. Am nächsten Morgen dort angehalten, das Rad abgegeben und die erfoderliche Registrierung der Kundendaten erledigen lassen. Dann zur Arbeit.

Hinterrad Bergamont Sweep
Und am Abend, nun, da war das Fahrrad ganz unspektakulär wieder in Ordnung und das Hinterrad rollte ohne Schlackern. Bei vergangenen Reparaturen dieser Art habe ich das Hinterrad immer selbst ausgebaut, Decke und Schlauch entfernt und dann die nackte, gesäuberte Felge zum Händler gebracht. Und dort dann das selbe, teilweise mehr, wie jetzt in der Radstation. Hatte beim Abgeben ein kleines schlechtes Gewissen, weil ich das Rad einfach so dort abgegeben habe. Aber das machen andere auch und beim Auto bringe ich auch keine Einzelteile zum Händler.

Ich bin jedenfalls sehr zufrieden und weiß, wo ich bei den nächsten Problemen meine Fahrrad lassen werde. Noch bequemer als direkt vorm Büro geht ja gar nicht.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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