Whiskytasting im Weinkontor Biethahn

Ist schon lange her, dass ich bei einem Whiskytasting war. In der Zwischenzeit habe ich zu Hause hin und wieder selbst mal was ausprobiert, aber in geselliger Runde macht es doch mehr Spaß. Alex kann aktuell aus bekannten Gründen ;-) keinen Alkohol trinken und so habe ich mich dann mal alleine angemeldet, als ich den Veranstaltungshinweis beim Westfälischen-Weinkontor sah. Und weil ich die ein oder andere Sache auch mal twittere, hat sich @KatinkaBO nebst einer Freundin und der Tante auch angemeldet! Und so saßen wir um 19:30 Uhr am Freitagabend in den Verkaufräumen des Winkontors an nett gedeckten Tischen, der Kaminofen bullerte und Maik Biethahn begann, fünf schottische und einen deutschen Single-Malt vorzustellen.

Begonnen wurde mit dem bayrischen, dreijährigen Slyrs, von dem ich selbst schon einige Male eine Flasche gekauft hatte. Ein schöner Sommerwhisky, hell, frisch, süß und fruchtig. Mir gefällt er wirklich sehr gut zum Gegrilltem oder beim Sonnenuntergang am Teich. Für einen verregneten Herbstabend oder bei Schneefall vor’m Kamin ist er eher nichts.

Nummer zwei war ein Tomatin Legacy, der mir irgendwie so gar nicht in Erinnerung geblieben ist. War aber ziemlich süß, wenn ich mich erinnere. Und ein ganz klein bisschen rauchig. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend gut. Als drittes wurde ein Glas mit dem guten, alten Isle of Jura 10y gefüllt. Davon steht eine verschlossene Flasche bei mir im Regal – weil er ganz einfach lecker ist! Leicht süßlich und fast cremig/ölig. Echt angenehm im Hals.

Zur Halbzeit konnten wir uns mit einer leckeren Suppe und etwas Brot stärken. Zudem hatten die Raucher Gelegenheit, sich im Regen ein bisschen an die Nordbahn zu stellen. Wir anderen haben uns am Kamin nett unterhalten. Danach gab’s einen Ardmore Traditional Cask mit 46%. Obwohl er von der Speyside kommt, schmeckte (und roch man vor allem) schon ein bisschen Rauch und Torf. Schmeckte viel stärker, als erwartet – und schien auch den drei Damen zu gefallen, die die Herrenrunde auflockerten. @KatinkaBO hat sich jedenfalls einen mitgenommen … Whisky jetzt!

Als vorletzter Single-Malt wurde ein Scapa 16y kredenzt. Den kannte ich auch schon von einem der Runden in der Werretalhalle und auch ein Freund hat den öfter mal im Regal. Ein sehr angenehmer und ruhiger Whisky mit etwas fruchtiger Süße. Trotzdem merkt man deutlich, dass dieser Malt auf einer Insel destilliert wird. Defintiv mein Favorit an diesem Abend! Als Abschluß gab es einen Caol Ila 12 Jahre – ein Islay-Whisky. Und so schmeckt er auch: deutlich Tang und Meer nebst Salz. Natürlich fehlt auch Rauch und Torf nicht, so muss das sein. Nicht so kräftig wie ein Lagavulin oder Laphroaig, aber ganz klar stellt man sich so einen Whisky vor!

So langsam klang der Abend im Weinkontor dann aus. Wir haben noch ungefähr eine halbe Stunde dort gesessen, diskutiert und einige haben auch noch mal die Meinungen zu den verkosteten Whiskies verifiziert, indem der ein oder andere Tropfen nachgeschenkt wurde.

Eigentlich wollte ich dann nach Hause, aber die Frau lies mich per Threema wissen, dass ich noch Ausgang hätte. Bin ich also noch mit @KatinkaBO und ihrer Freundin ins Brösel gepilgert. Schon auf dem Weg dorthin war einiges los auf der Straße, vor dem Brösel selbst war richtig was los und sogar die Pommesbude im Durchgang hatte noch auf, so dass einer Pommes nichts im Weg stand. Auf ein Guinness bzw. zwei Astra haben wir dann noch an der Theke gestanden und erzählt. Und danach bin ich sogar noch nach Hause gefahren worden – Danke dafür!

Ein gelungener Abend. Schön.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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