Whisky aus Bad Oeynhausen
Ich trinke ungern Bier und habe mich überhaupt an Alkohol schon sehr, sehr lange nicht mehr „betrunken“. Das heißt nicht, dass ich komplett darauf verzichte, aber die Gelegenheit muss passen und dann ist es auch immer nur ein ganz bisschen, was ich probiere. Eigentlich schränkt sich der Konsum auf Whisky ein. Da finde ich dann exotische bzw. ungebräuchliche Brände interessant. Auch aus Deutschland. So habe ich etwas aus der Brennerey in Stemwede im Regal, oder auch Whisky aus dem Schwarzwald.
Auf dem Eidinghausener Weihnachtsmarkt habe ich in der „Markthalle“ im Schloss Ovelgönne einen Whisky aus Bad Oeynhausen, genauer aus Volmerdingsen entdeckt. Die Flüssigfütterung wurde auch schon in der Lokalpresse vorgestellt, ich habe mich aber nie aktiv darum gekümmert, mal eine Flasche in die Hände zu bekommen. Nun stand aber auf dem Tisch noch eine kleine Flasche Single Grain Whisky mit dreijähriger Lagerzeit zum Verkauf. Ich habe nicht lange nachgedacht, Bezahlung war per Paypal möglich – die aufgerufene Summer trage ich nämlich nie bar mit mir herum – und danach habe ich den kleinen Würfel noch eine Stunde vorsichtig mit mir herum getragen. So dicke habe ich es auch nicht, dass der runterfallen dürfte.
Eigentlich sollte er zu Hause einfach nur ins Regal, aber Alex hatte den Holzofen angemacht, wir saßen noch mit den beiden Nachwüchsen und der Schwiegertochteranwärterin gemütlich auf dem Sofa, da habe ich die Flasche doch geöffnet und mit Verrenkungen um die Holzkiste nicht zu zerstören, ein wenig in ein Nosingglas gefüllt. Nun, ich will gar nicht groß versuchen etwas zu erfinden. Er schmeckt mir nicht ;-) Etwas Kirsche meine ich erahnt zu haben, ansonsten ist der Single Grain sehr scharf und hat einen etwas künstlichen Geschmack. Der Alkohol ist sehr dominant, der Abgang im Hals brennt, hält aber nicht lange an.
Bereue ich den Kauf? Auf gar keinen Fall! Natürlich würde ich das Geld sofort wieder ausgeben, wenn ich einen Whisky aus dem Nachbardorf irgendwo entdecke. Auf der Webseite ist er momentan allerdings nicht gelistet und mir wurde auch gesagt, es sei die letzte Flasche. Ich habe das aber auf den Abend des Weihnachtsmarktes bezogen. Falls es den noch mal gibt – vielleicht zwei Jahre älter – werde ich wieder zuschlagen. Aber so wie einen Auchentoshan Three Wood gemütlich am Feierabend trinken, kann ich die Flüssigfütterung nicht.

@meinsenf
Tatsächlich sind die erst seit Kurzem überhaupt im Whisky-Geschäft. Der neue aus diesem Jahr schmeckt aus meiner Sicht auch deutlich besser als der aus den letzten zwei Jahren (davor hatten sie keinen).
Es ist spannend wenn man sich die Fässer ansieht. Das sind tatsächlich einzelne, kleine Fässer, die man sich Zuhause auf den Schrank stellen könnte und nur ca. 30 Flaschen ergeben… So überschaubar ist das. Definitiv ein kleines Hobbyprojekt, welches langsam wachsen möchte.
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@myrakel
Ich gehe davon aus, dass das besser wird. Habe die Artikel in der Zeitung verfolgt. Mir war beim Kauf schon klar, dass das kein Lagavulin ist 🙂
Und wie geschrieben, ich kaufe definitiv noch eine Flasche, wenn die mal einen noch älteren oder andere haben. Es war ja nicht so, dass ich den Whisky ausgespuckt habe!
@meinsenf
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