Facebook oder Google+

Focus-Autorin Claudia Frickel vergleicht in Ihrem Artikel Äpfel mit Birnen, wenn sie eine Woche Facebook mit einem kompletten sozialen Umfeld gegen Google+ ohne jeglichen Kontakt tauscht. Dass ich mich in meinem Wohnzimmer deutlich wohliger fühle, als in einer leeren Tiefgarage ist doch wohl klar. Und wenn ich bei Facebook eine Gruppe Bekannter und Freunde – sei es nun virtuell oder real – “gesammelt” habe, dann kann ich dort natürlich wesentlich mehr agieren, als in einem für mich leeren – da bisher ungenutzten – Netzwerk. Um das zu erkennen muss man wirklich nicht Raketentechnik studiert haben, nur ein wenig nachdenken wäre nicht schlecht. Aber auch sonst ist der Artikel ein Paradebeispiel für “lustlos runter geschrieben”: … Jemand postet ein Bild seiner Kaffeetasse. Ich kenne ihn nicht. Seine Statusmeldung lese ich, weil ich ihn meinen Kreisen hinzugefügt habe – unter dem Stichwort „Arbeit“ … Warum fügst Du ihn dann in Deine Kreise, Mädchen? Wenn Dich nicht interessiert was er schreibt, dann lies es halt nicht. Machst Du bei Facebook doch auch, wie zwei Sätze weiter kund getan wird. Manche Äußerungen lassen mir die Spucke weg bleiben: sie schreibt z.B. bei Twitter oder Google+ nicht wie sie einen Film fand … weil das zu privat ist. Das wäre eher was für Facebook. *facepalm* Spätestens hier sollte man aufhören zu lesen.

Zum Schluß stellt die Autorin in Bezug auf Facebook noch fest, dass Man erfährt kontinuierlich, aber nebenbei, was Freunde und Bekannte bewegt oder was sie tun. Das schafft virtuelle Nähe. und beschreibt damit exakt *jedes* soziale Netzwerk. Sie hat es also geschafft in ganz vielen Worten exakt keinen Unterschied zwischen Google+ und Facebook herauszuarbeiten. Außer dem, dass es neu ist, wenig User hat und sie dort noch keinen Freundeskreis etabliert hat. Danke für diesen Qualitätsjournalismus.

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