Feierabendrunde an der Nordumgehung

Nach dem Büro hatte ich noch eine Sitzung, die aber recht zügig beendet wurde. War schon um kurz nach 19 Uhr zu Hause und weil das Wetter so unglaublich gut war, musste ich unbedingt nich auf’s Rad. 2 Wochen bin ich nicht gefahren … einfach keine Zeit :-( Hab’ das Sub 30 aus dem Keller geholt – auf der Rolle macht’s eh keinen Spaß – und los.

Hoch zum Rütli, rüber zum Sprickberg und von da rauf zur Lohe. Super Luft, super Wetter, kaum Autofahrer … ganz ausgezeichnet. Von da rüber ur Aqua-Magica und dann durch den Siel zur Stüher Straße und zur Nordumgehungstrasse.

Unter der Eidinghausener Brücke ist bereits der Asphalt aufgetragen und es juckte mir in den Pedalen … aber ich bin ja ein braver Mitbürger ;-)

Aber als braver Bürger musste ich mich dann schon wieder über die Verantwortlichen aufregen. Die bauen da einen (vermutlich) kombinierten benutzungspflichtigen ZweiseitenGeh-/Radweg und halten sich wahrscheinlich mit Mühe und Not an die Mindestmaße, die mit Einschränkungen nach der ERA zulässig sind. Mein Rad ist ziemlich genau 166cm lang. Die freie Fläche auf der Brücke ist dann ungefähr 2,40 Meter und der Weg vorher nochmal 30cm schmaler. Das ist doch wohl nicht der Ernst von Straßen-NRW. Bauen da für Millionen und es ist kein Geld für einen vernünftigen Weg? Ätzend!

Die gleiche Gleichgültigkeit bei der Einmündung der Wöhrener Straße. Wo bitte ist denn da die Führung für die Radfahrer auf die Fahrbahn? Eine durchgezogene weiße Linie? Bitte Straßen-NRW … was soll das denn?

Vollends den Glauben an einen Rest Guten Willen habe ich verloren, als ich die Bemalung der neuen Geh-/Radwegbrücke gesehen habe. Eine durchgezogene weiße Linie, wenn man von oben herunter kommt? Das bedeutet, der Weg, der nach rechts ins Nirvana führt hat Vorfahrt und man muss dort später mal *anhalten*? Mir fehlen die Worte! Selbstverständlich ist auch die Einmündung zur Wöhrener Straße mit einer durchgehenden weißen Linie versehen. Was spricht dort gegen Rechts-vor-Links? Die Leute beschweren sich doch eh schon über die gefahrenen Geschwindigkeiten.

Auf der anderen Seite sieht es auch nicht besser aus. Und natürlich hat auch jemand den Klassiker “Radfahrer absteigen” aus dem Keller geholt. Das wird immer dann aufgehängt, wenn den Leuten sonst nichts mehr einfällt. Das Zusatzschild hat zum einen keine Folgen, falls man sich nicht dran hält und in diesem speziellen Fall ist es überflüssig, weil der Weg als Gehweg ausgeschildert ist.

Ganz prima, wie die Führungen für die Fahrradfahrer geplant bzw. bis jetzt gelöst sind. Da wurde sich richtig Mühe gegeben. Mir fallen spontan ein paar deutlich angenehmere Lösungen ein.

Allerdings gab es auch einen ganz unerwarteten Lichtblick!

Direkt an der Schwagerstraße ist die Beschilderung des Bürgersteigs geändert worden. Dort prangt jetzt ein brandneues “Gehweg”-Schild mit dem Zusatz “Radfahrer frei”! JUPPPIE! Ich darf von dort an bis zum Kreisel ganz offiziell und legal die Fahrbahn der Eidinghausener Straße benutzen. Prima, ich bin begeistert! Und auch in Gegenrichtung nach Norden stehen an den meisten Einmündungen keine Schilder mehr, so dass auch dort die Benutzungspflicht großflächig entfallen ist. Leider hier noch halbherzig – zwei Schilder habe ich noch gesehen.

26,7 Km | 20,9 Km/h Schnitt | 50,9 Km/h max. | 350 Höhenmeter

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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