Dörgen keine Tempo-30-Zone mehr

Vor Jahren schon hatte ich mit unserer Verwaltung einen Mailwechsel bezüglich der Regelungen im Dörgen. Der ist nämlich vernünftigerweise eine Tempo-30-Zone – aber trotzdem als Vorfahrtstraße ausgewiesen. Dadurch steigen natürlich die gefahrenen Geschwindigkeiten und tatsächlich scheinen viele der Durchfahrenden die geltenden Gebote eher als halbherzigen Vorschlag, denn als verpflichtend anzusehen.

Im Hahnenkamp hat man das erkannt und an einer Einmündung, die eigentlich nachrangig wäre, mit “unkonventionellen Mitteln” wie es damals hieß, eine rechts-vor-links Regelung zu schaffen, die den Verkehr verlangsamen sollte. Angeblich mit Erfolg. Meine Frage, warum das im Dörgen angesichts bereits geschehener Schulwegunfälle nicht auch umgesetzt wird – so wie es eigentlich sowieso sein sollte – wurde nicht konkret beantwortet.

Am Rande einer Sitzung Mitte 2008 wurde mir dann gesteckt, dass man sowieso vor hätte, die 30er-Zone im Dörgen aufzuheben. Die wäre eh auf politischen Wunsch hin umgesetzt und hätte dort nichts zu suchen. Ich hielt das für Humbug, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass jemand sehenden Auges einen der Hauptschulwege zum Schulzentrum Nord derartig verunsichern würde.

Nun, gestern sind mir an den Einmündungen zum Dörgen die Halterungen für die Schilder zur Aufhebung der Tempo-30-Zone aufgefallen. Ich bin sauer.

Offensichtlich ist dies eine Vorgabe der Bezirksregierung, die moniert, dass die “Hahnenkamptraße” und der “Dörgen” direkte Verbindung zwischen B61 und Eidinghausener sind und somit keine Tempo-30-Zone sein dürfen. Userere Verwaltung hat die Umwandlung von Tempo-30-Zone in Gebotsstrecke mit 30 Km/h wohl schon recht lange herausgezögert – muss ich also mal in Schutz nehmen ;-) Mal sehen, was man da machen kann …

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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