Die armen, armen Porsches

Mir war bisher die Möglichkeit der politischen Senkung des Kraftstoffverbrauchs von Verbrennungsmotoren entgangen. NW-News: Hohe Strafen für Porsche wahrscheinlich
… „Wir gehen das Problem auf politischer und auf technischer Ebene an“, sagte ein Unternehmenssprecher und bestätigte damit einen Bericht der Financial Times Deutschland. Hintergrund sind neue Grenzwerte beim Verbrauch, die im kommenden Jahr in Kraft treten – und die Porsche im Augenblick deutlich überschreitet.
Die NW hat einfach nur die Angaben aus Übersee abgedruckt. Wahrscheinlich weil man sich den Aufwand der kurzen Umrechnungsrecherche sparen wollte. Macht man dies, kommt man auf einen Verbrauch von 5,68 Litern auf einhundert Kilometer, die die Fahrzeuge (oder die ganze Flotte) im Durchschnitt haben darf. Klar dass da ein Cayenne, Panamera oder GT3 drüber liegen. Und auch die anderen Modelle des Herstellers sind ja nicht unbedingt für deren grünen Daumen bekannt, sondern eher für die Fahrdynamik.

Wie an dieser Problematik aber nun die Politik etwas ändern kann – nun, da stehe ich auf dem Schlauch. Die kann sicher nicht den Verbrauch senken. Das einzige was die Politik an dieser Stelle für Porsche tun kann ist einknicken, den Kopf streicheln und die Strafen erlassen. Allein, warum sollte man das tun? Damit die Autohersteller weiter die Entwicklung verpennen und Autos bauen, die sich einer sachlich vernünftigen Nutzung verweigern? Wenn man Luxusobjekte baut, dann sind die nicht für jedermann erschwinglich. Diese Klientel darf und kann dann aber auch problemlos den Aufschlag für die schlechte Umweltverträglichkeit zahlen.

Wer schön sein will muß leiden. Das war schon immer so. Und wer nicht hören will, muß fühlen.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

2 Kommentare zu „Die armen, armen Porsches

  1. Das Problem ist, wie ich verstanden habe, das die großen PickUps der Amis aufgrund ihrer Größe dennoch genausoviel verbrauchen.

    Das Gesetz setzt den Spritverbrauch in Relation zu der Fahrzeuggröße. Und da Porsche (wie fast alle Europäer) Kompaktwagen bauen, stehen sie schlechter da.

    Die HUMMER der Amis dürfen aber weiterollen. Deswegen ist das kein Gesetzt für die Umwelt, sondern eher für GM & Co.

  2. Ah, stimmt. Gehört habe ich davon auch schon. Allerdings hält sich mein Mitleid trotzdem in Grenzen. Es ändert ja nichts am grundsätzlichen Verpennen der Alternativlösungen. Das ein Land die eigenen Produkte bevorzugt, kann ich ja sogar noch ansatzweise verstehen – ohne die Auswirkungen gut zu heißen.

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