Scott Sub 30 nun mit hydraulischer Bremse

Scott Sub 30 nun mit hydraulischer Bremse
Scott Sub 30 nach 20 Jahren

Vor zwei Jahren habe ich mein altes Scot Sub 30 für die Frau eingestellt, damit sie auch ein schnelles Fahrrad hat. Ist nun auch schon 20 Jahre alt. Zuletzt – eigentlich schon, als ich noch damit gefahren bin – hakte die Schaltung für den Umwerfer vorne. Verschleiß, man musste den Hebel nachdrücklich nach unten und dann nach hinten drücken, damit er griff und den Umwerfer per Bowdenzug bewegte. Das störte Alex auch und sie bat irgendwann mal beiläufig um Abhilfe.

Also habe ich neues Schaltwerkzeug für den Lenker bestellt. Allerdings nicht wieder die montierten Brems- und Schaltkombonationen, sondern einzelne Schalthebel. Ich habe nämlich im Keller noch in einer der Wühlkisten eine Magura HS11 für vorne und hinten liegen. Und wenn ich alles abmontiere, kann ich auch gleich die Bremsen auf hydraulisch umrüsten. Habe ich aber immer vor mir her geschoben.

Der Lenker und Teile des vorderen Rahmens sowie des Vorderrads sind zu sehen. Das Fahrrad lehnt augenscheinlich an einer Holzbank. Die Bedienelemente am Lenker sind demontiert, an der vorderen Gabel fehlt die Bremse.
Schon ein bisschen nackig gemacht das Cockpit.

Heute konnte ich mich aber aufraffen! Lenker abrödeln, Bremsen ab, Bowdenüge abkneifen und aus den Außenzügen holen. Das ging alles ganz fix. Von meinem Bergamont hatte ich noch einen breiten, geraden Lenker. Den habe ich dann gleich mit getauscht. Der Vorbau dazu ist etwas kürzer und steiler, dadurch sitzt Alex nun nicht mehr ganz so vornüber gebeugt auf dem Rad. Die Magura HS11 hatte ich ebenfalls vom Bergamnont-Rad abgebaut und nicht zerlegt bzw. das Öl drauf gelassen und alles nur ordentlich in einen Karton gepackt. Musste also nur an das neue Rad montiert werden. Glücklicherweise passte die Länge der Hydraulikleitungen ungefähr. Die neuen Schalthebel sind auch einfach einzubauen. Nur beim Umwerfer vorne dauerte es wieder ein paar Minuten bis ich mich orientiert hatte, wie ich den Bowdenzug vorher entfernt hatte. Ich war schon leicht genervt, weil sich das Scheißteil einfach nicht bewegte. Nicht dran gedacht, dass ich den von unten nach oben durchfädeln musste, damit er den Umwerfer bewegen kann. Menno!

Ein schwarzes Fahrrad lehnt vor einem Geräteschuppen an einer Holzbank. Bowdenzüge die Schaltung vorne und hinten sind noch nicht montiert und hänge lose herunter.
Nur noch die Schaltung einhängen.

Klugerweise habe ich die Bastelei vor dem Geräteschuppen gemacht, der nach Süden ausgerichtet ist und auf den die ganze Zeit die Sonne knallte. Das Werkzeug brannte recht heftig, bei der Benutzung, weil es sich merkwürdigerweise sehr erhitzt hatte. Und er Schweiß lief auch in Strömen. Mit viel Pause und einem kleinen Telefonat mit einem Freund zwischendurch habe ich aber doch nur knapp zwei Stunden verdrömmelt. Danach schalteten sich alle Gänge wieder „einfach so“ und die Bremse greift auch deutlich besser als vorher. Operation gelungen, Patient macht es möglicherweise noch ein paar Jahre.

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Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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