Scott Sub 30 für die Frau eingestellt

Alex hatte an ihrem Bergamont-Fahrrad vorne einen Plattfuß. Erst verlor der Reifen nur leicht und langsam die Luft. Zuletzt war er aber nach einem halben Tag rumstehen wieder platt. Geht so nicht und daher habe ich eben einen neuen verbaut.

Ein Fahrradschlauch an dem mehrere poröse Stellen zu erkennen sind.
Flicken lohnt nicht.

Ich habe erst geschaut, ob ich das Loch finde (ja, ging schnell) und ob es sinnvoll ist, einen Flicken drauf zu packen. Letzteres wohl eher nicht. Der Schlauch ist sicher schon seit dem Kauf des Rades im Reifen und die Seite schien recht porös. Da zischte die Luft auch spürbar raus. Glücklicherweise hatte ich noch einen Schwalbe SV19 im Keller liegen. Nun muss ich allerdings Nachschub ordern.

Und wie ich so vor mich hinbastel denke ich, dass ich auch das Scott Sub 30 für Alex einstellen könnte. Die hat seit Jahren ein Bergamont, mit dem sie zur Arbeit fährt und auch ab und zu mal eine Runde nach Porta oder sogar zum Kaiser Wilhelm rauf. Aber es ist ein Tourenrad mit Korb und einer sehr aufrechten Sitzposition. Nicht wirklich sportlich – wenngleich deutlich fixer, als das vorher genutzte Kettler Alurad mit Vollfederung, welches von meiner Mutter übernommen wurde.

Mit dem Sub 30 bin ich jedenfalls nicht mehr gefahren, seitdem ich das Serious Gravelrad habe. Auch wenn mich der Rennlenker noch immer etwas nervt, fährt es sich ansonsten super. Das Scott ist augenscheinlich bereits 18 Jahre alt. Hat aber zwischendurch mehrere neue Antriebe und Bereifungen bekommen. Zuletzt im Winter 2023. Fuhr sich auf dem Wendehammer eben erfreulich leicht.

Links ein Bergamont Trekking-Damenrad mit Vorderradfederung und einem Fahrradkorb auf dem Gepäckträger. Rechts im Bild ein sog. Sports-Urban-Bike von Scott.
Links eher gemütlich, rechts eher sportlich.

Viel musste ich gar nicht machen. Klar, den Sattel deutlich runter stellen. Danach mehrere Proberunden auf dem Wendehammer und dabei den Sattel ebenso deutlich weiter nach vorne geschoben. Besonders genehm scheint er dem Gesäß der Frau aber nicht zu sein. Ist ein Selle San Marcor Regal, der ebenfalls schon 18 Jahre von mir besessen wurde. Da müssen wir mal schauen, ob es bei einem Händler hier vor Ort etwas passenderes gibt.

Auf jeden Fall ist Alex mit dem “neuen” Fahrrad gleich los zu ihrem Papa ins 6 Kilometer entfernte Wulferdingsen. Beständig geht es dorthin bergauf – mit dem Scott Sub 30 allerdings aus dem Stand 5 Km/h schneller als mit dem Trekkingrad in den Wochen vorher. Waren es sonst im Schnitt immer 11 bis 14 Kilometer in der Stunde, zeigte der per Threema gesendete Track 19 Km/h Schnitt an. Sportlichere Sitzposition in Verbindung mit weniger Gewicht und leichterem Lauf. Mission erfüllt.

Nur ich passe nun nicht mehr auf das Fahrrad. Gehört es jetzt wohl der Frau.

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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