Medion-NAS (halb) verreckt

Ich sichere meine Daten auf einen zweiten Rechner und auf ein externes NAS. Habe da mal eins von Medion gekauft mit ‘ner 3 Terabyte-Platte drin, an welches ich auch zusätzlich noch eine weitere Platte per USB anschließen kann. Der Zugriff auf dieses NAS gestaltete sich aber immer ein bisschen hakelig. Bis es heute morgen gar nicht mehr funktionierte. Die Weboberfläche ließ sich aufrufen, ich konnte auch normal auf die an das NAS angeschlossene alte USB-Platte zugreifen, aber nicht mehr auf die interne Platte. Alle Freigaben waren noch angelegt – aber mit schicken Fragezeichen verziert. Nachdem ich alles mögliche in der Konfiguration angeklickert hatte und nichts davon fruchtete – bzw. zuletzt die interne Platte nicht einmal mehr als Volume sichtbar war, habe ich zum letzten Mittel gegriffen: dem Schraubendreher.

Das NAS ist zwar noch nicht einmal ein Jahr alt, aber ich habe keine Lust, für so einen Schnick-Schnack das Teil einzuschicken. Erstmal selbst gucken. Das Gehäuse bekommt man auf, indem man unten die Gummifüße abknibbelt und die beiden darunter versteckten Schrauben löst. Dann mit Gefühl und etwas Spucke die mit Kunststoffnasen verhakten Gehäusehälften vorsichtig trennen. Zack: die ganze Pracht liegt auf dem Tisch. Dabei kam auch ein weiterer USB-Anschluss zum Vorschein, welcher sich samt Abdecknupsi im Gehäuse versteckt. Muss ich mal ausprobieren, ob man da was dran stöpseln kann … Moment … ja, man kann. Ein USB-Stick wurde anstandslos als weitere Platte erkannt und eingebunden. Prima!

Die eingebaute SATA-Platte ist mit 3 Schrauben an der Steuerelektronik befestigt. Beim Lösen der Verbindung habe ich mir schon fast die Finger an der Festplatte verbrannt. Die war heiß – verdammt. Kein Wunder in dem unbelüfteten Gehäuse! Habe das Ding in einen USB-Adapter gestöpselt und mit einer Linux-VM drauf geschaut, machte eigentlich einen vernünftigen Eindruck. Hat nichts gemeckert.


nackiger Server

Danach die Platte wieder mit der Elektronik verschraubt und ohne Gehäuse angeschlossen. Zack, läuft. Die internen Volumes waren zwar weg, ließen sich aber problemlos wieder anlegen. Im Moment kopiert Robocopy den ganzen Kram wieder auf die Platte. Muss mal beobachten, ob das nun ohne Gehäuse besser klappt und ob die Platte muckt. Evtl. baue ich einen Minilüfter ein, wie es der Zufall will, ist ein entsprechender Platz im Gehäuse vorgesehen :-o

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

5 Kommentare zu „Medion-NAS (halb) verreckt

  1. Hi Andreas,
    lese gerade Deinen Artikel über das NAS-System. Ich habe exakt dasselbe Phänomen und spiele mit dem Gedanken, das Teil aufzuschrauben. Allerdings fürchte ich mich vor einem, wie auch immer verursachten, Datenverlust. Du schreibst, dass die internen Laufwerke verschwunden sind. Heißt das, dass die Daten futsch waren? Danke für ne kurze Info.
    Wie Du auch, will ich das Ding nicht einschicken. Ich will einfach die Daten runterziehen, bevor ich noch weiter rumtüftele.
    Viele Grüße
    Benjamin

  2. Hallo Andreas,

    wie hast du die Volumen wiederhergestellt? Ich stehe vor den selben Schritten und will nur noch meine Daten retten!

    Gruß
    Sebastian

    • “Wiederhergestellt” ist das falsche Wort. Wieder angelegt. Das ist ja eine Backupplatte – da kümmere ich mich nicht um eine Wiederherstellung, wenn ich die Originaldaten noch habe. Neu gemacht und gut.

  3. Hallo Andreas,

    danke für deine Antwort. Also ich habe die shares wieder angelegt aber diese sind leer obwohl die Platte noch mit 48% belegt angezeigt wird. :( Kannst du mir irgendwie helfen?

    Gruß
    Sebastian

  4. Hi Leute, genau das NAS kam plötzlich mit”Parser” Fehlern.
    Dann hat Medion Support mir geasagt, das Gerät zurücksetzen, Daten bleiben erhalten.
    Nun hat das 1,5 Std gerödelt und…
    Nur die Standard Freigaben sind noch da, inkl. Daten, wie Bilder usw..
    Alle meine Daten sind weg.
    Was kann ich tun????
    Danke für nen Tipp!

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