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13.02.2009

Radler auf verbotenen Wegen

Die Neue-Westfälische macht mal wieder Stimmung gegen die bösen Radler, was mich zu folgendem Leserbrief animierte: NW vom 13.02.2008: Protest-Liste mit 300 Unterschriften an Bürgermeister übergeben
… Die Regeln sind deutlich und nachvollziehbar: Ein rundes blaues Schild mit zwei weißen nebeneinander gehenden Figuren signalisiert den Beginn der Fußgängerzone. Nur, dass sich viele Radfahrer darum nicht scheren. Und nicht selten mit Karacho den Schweinebrunnen umkurven…
So unterschiedlich kann die subjektive Wahrnehmung sein. Frau Jacke wohnt ganz offensichtlich in einem anderen Bad Oeynhausen als ich. Die Klosterstraße die ich kenne und auf der ich täglich spazieren gehe, ist mitnichten von mit Karacho den Schweinebrunnen umrundenden Radlern verstopft. Ich sehe dort tatsächlich verhältnismäßig wenig Radfahrer – leider. In der Klosterstraße die ich kenne, muß ich dafür alle Nase lang einem Kleintransporter, einem Taxi oder auch dem Besitzer eines der anliegenden Geschäfte in seinem Auto Platz machen. Manchen davon muß ich ziemlich schnell aus dem Weg gehen. Ich kann mich an kein vergleichbares Erlebnis mit Fahrradfahrern erinnern.

Wohl aber an etliche mit den motorisierten Verkehrsteilnehmern, die die Kloster-, Porta und Viktoriastraße munter befahren. Gerade die Portastraße – ebenfalls mit dem anschaulich von der NW beschrieben Fußgängerzonenschild und zusätzlich noch mit einer süffisant bis anmaßenden Texterklärung bestückt – ist mehr Durchgangsstraße denn Fußgängerzone. Der Platz vor der Deutschen Bank wird rege zum Parken benutzt und Knöllchen werden dort sehr zaghaft verteilt – zumindest ist immer dann, wenn ich dort bin niemand vom Ordnungsamt zu sehen.

Mindestens ein Mitarbeiter der Stadt sagte mir vor einigen Monaten auf das Thema Parken an der Stelle angesprochen übrigens: “Sollen sie doch.”. Und damit hat er Recht. Soll doch die Fußgängerzone erst kurz vor dem Schweinebrunnen beginnen – mit einer vernünftigen, großen Abstellfläche für Fahrräder. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Aber das ist wahrscheinlich zu einfach.

Die Polizei kümmert das alles indes augenscheinlich wenig. Vor Jahren angekündigte Kontrollen der Geisterradler auf den Schulwegen fanden nicht statt . Aus Personalmangel übrigens wie auf Nachfrage erklärt wurde. Es interessiert niemanden, dass auf Rad- und Gehwegen geparkt wird, dass man als Radfahrer regelmäßig angehupt und beschimpft wird, dass die Vorfahrt genommen wird usw. … Von einem Freifahrtschein für Radfahrer kann man gerade in Bad Oeynhausen beim besten Willen nicht reden.

Andreas am 13.02.2009 um 15:40 in Bad Oeynhausen, Fahrrad, Presse, Verkehr | 0 Kommentare |

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