Trampolin – 2010 bis 2026

Trampolin – 2010 bis 2026
Das war's dann wohl.

Vor 16 Jahren wollte die Frau ein Trampolin haben. Tatsächlich sie für sich. Dass der Nachwuchs und seine Freund/innen sich auch darauf vergnügten, war wohl mehr so Beifang. Mich hat das Ding genervt. Vielleicht nicht vom ersten Tag an, aber ganz, ganz sicher schon viele Jahre. Damit habe ich auch nicht hinter dem Berg gehalten.

Beim Rasenmähen musste es immer umgestellt werden. Immer war es irgendwo im Weg. Seitdem der Roboter das Gras kurz hält, haben wir es meist etwas länger stehen lassen. Der ist dann einfach stoisch beim nächsten Mal über das um die Stützen lang gewordene Gras gefahren. Im Laufe der Zeit wurde das Ding auch immer unansehnlicher. Die Matte auf den Federn haben wir zweimal getauscht, das Netz rundherum nie.

Zwei Männer stehen auf einer grünen Rasenfläche und halten einen Kreis aus Metallrohren senkrecht in die Luft. Im Hintergrund steht eine Kinderschaukel aus Holz und es sind hohe Kirschlorbeerhecken zu sehen.
Wir bauen ein Stargate.

Nun wollten wir das Trampolin für den Rasenroboter umstellen und beim Anheben ist es an einer Stelle gebrochen. Die 16 Jahre an der frischen Luft haben ihren Tribut gezollt. Da gibt es auch nicht mehr viel zu diskutieren, das Ding ist hinüber. Also eine 10er Nuss auf die Ratsche gesetzt und Hand angelegt. Die Muttern ließen sich erstaunlicherweise sehr einfach lösen und die Rohre bequem auseinanderziehen. Nur der Ringkranz war an drei Stellen sehr fest. Und der Rost hatte auch anderswo deutlich Spuren hinterlassen. Gut, dass es weg ist!

Ein grüne Rasenfläche. Links sieht man einen rotbraunen Carport mit integriertem Geräteschuppen, ganz rechts einen Unterstand, in dem ein Dachzelt aufgebaut ist. In der Mitte dazwischen steht eine Kinderschaukel aus Holz. Der Carport wird überspannt von den Ästen zweier großer Buchen, der restliche Garten ist von hohen Hecken und Büschen umgeben.
Endlich ist kein störendes Blau mehr im Garten. Nur noch Grün.

Ich bin ein bisschen „erleichtert“ und „befreit“. Das olle Ding hat mich in den vergangenen Jahren echt gestört. Hört sich komisch an und der Rest der Familie sieht es anders, aber mir geht es nun ein ganz kleines bisschen besser. Und als – nicht ausreichenden – Ersatz haben wir unser erstes 1,20 Meter Trampolin wieder aus dem Keller geholt. Das ist noch kein bisschen rostig. Allerdings auch viel kleiner.

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Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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