Blutspenden hilft allen

Kurz nach meinem 18. Geburtstag bin ich das erste Mal zum Blutspenden gegangen. Auch wenn sich mein Vater damals nachweislich bei so einer Aktion mit Gelbsucht infiziert hatte, überwog bei mir die Überzeugung, damit etwas Gutes zu tun. Ich habe auch absolut keine Probleme mit Spritzen oder Blut. Bei der Bundeswehr habe ich mich damals freiwillig als Helfer gemeldet und wir durften uns dann zum Schluß auch selbst die Nadel in den Arm rammen :-) Irgendwann habe ich vom Herzzentrum auch mal ein Handtuch für dröflzigste Spende bekommen, bin angefangen Plasma und Thrombozyten zu spenden – bis sie mich nicht mehr wollten.

Nadel im Arm
Nadel im Arm
Nicht weil ich so garstig war, sondern weil mein Blutdruck auch mit langem Ausruhen nicht mehr so weit runter zu kriegen war, dass er in einem akzeptablen Bereich lag. Bin damals auch zum Arzt mit Komplettcheck und allem Zipp und Zapp. Seitdem nehme ich Medikamente dagegegen und alles ist gut. Nur spenden sollte ich nicht mehr.

Allerdings habe ich vor ein paar Tagen eine Mail bekommen, man wolle mein Blut. Nicht weil es so goldig ist, aber mit Null negativ sind wohl alle gut versorgt. Also war ich letzten Freitag mal wieder in den neuen Räumlichkeiten im HDZ und wollte was abgeben. Klappte da aber nicht, weil ich nicht mehr parat hatte, dass man nicht am gleichen Tag beim Zahnarzt gewesen sein durfte. Egal, heute ein neuer Anlauf. Bei der Nachuntersuchung war alles in Ordnung und der Arzt fand es bemerkenswert, dass ich bei den Temperaturen mit dem Rad unterwegs sei. Komisch, den meisten ist es entweder zu warm, zu kalt, zu trocken oder zu nass. Passend scheint Wetter nie zu sein. Ich durfte jedenfalls auf die Liege.

verbundener Arm
verbundener Arm
Nadel in den Arm und nach 10 Minuten war ich schon fertig. Habe heute nur Vollblut gespendet. Als ich mir die 25 Euro für den halben Liter abgeholt habe, nahm ich mir aber gleich für nächste Woche einen Termin zum Plasmaspenden mit. Da werden dann die Thrombo-Werte gemessen und dann mache ich das. Es hängen nämlich alle 2 Meter Schilder in den Gängen, dass dringend Spender gesucht werden. Und mal ehrlich, noch einfacher kann man seinen Mitmenschen echt nicht helfen. Man muss nur passiv auf einer Liege liegen, bekommt dafür noch Geld und kann soviel trinken wie man möchte. Die ständigen Untersuchungen auf alle möglichen Krankheiten gibt es gratis dazu. Ich weiß gar nicht, warum es da Probleme gibt, Menschen zu finden, die Blut spenden! Gut, ich war 8 Jahre nicht da … aber ich durfte halt auch nicht. Umso besser, dass es nun geht!

Über

Ich schreibe hier über Fahrrad(politik), Politik an sich, Technik, unsere Familie und alles was mich sonst so bewegt.

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